Laufen nicht nur sonntags...

 

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München - München Marathon am 12.10.2008 - eigener Laufbericht

Als Exil-Bayer (oder besser: Franke) stand der München-Marathon natürlich auf meiner Wunschliste, und ich freute mich, nach langer Zeit mal wieder einen Grund zu haben, in die bayerische Landeshauptstadt und die Hauptstadt des deutschen Fußballs (oho, das gibt bestimmt ein paar Kommentare) zu fahren!

Am Sonntag Morgen strahlte die Sonne – im Gegensatz zum Samstag, da brauchte sie bis gegen Mittag, um sich durch den Hochnebel zu kämpfen – schon am frühen Morgen auf meinen Frühstückstisch im Hotel. Ichgenoss die Aussicht auf die Frauenkirche und den bayerisch-blauen Himmel – nur an dem feudalen Buffet konnte ich mich nicht wirklich gütlich tun – schade eigentlich…

So machte ich mich mit einer Tasse Kaffee und einer halben Semmel im Bauch auf den Weg zum Olympiastadion.

In sehr guter Zeit, nämlich 1 ½ Stunden vor dem Startschuss war ich schon am Olympiapark und genoss die herbstliche Idylle und Ruhe auf meinem Spaziergang zum Stadion. Noch waren nicht viele Leute unterwegs. Ich suchte mir einen Platz auf der sonnenbeschienen Seite der Arena zum Aufwärmen, denn der Oktobermorgen war schon recht frisch. An Klamottenablegen war noch nicht zu denken, doch andere waren schon fleißig am Cremen, Kleben und Ausziehen.

Da ich gerade 3 Tage auf „Droge“ war (Antibiotika – nach dem herrlich schlammig-verregneten Einheitslauf in Öjendorf), hatte ich mir vorgenommen, sehr vorsichtig zu sein.

Nach und nach füllte sich das Stadion, und irgendwann war es dann auch Zeit, den Kleiderbeutel abzugeben und sich auf den Weg zumStart zu machen. Die Sonne schien nach wie vor vom weiß-blauen Himmel, und erste Stimmen neben mir fingen an, darüber zu mosern, dass es doch ruhig hätte neblig sein können… (manchen Leuten kann man’s halt nie recht machen).

Bald folgte der Startschuss – doch der war erst mal für die „A-Läufer“ und München-Hero-Teilnehmer. Gute 10 Minuten später kam auch die Gruppe derer dran, die den Marathon nicht unter 3:46 finishen „wollten“.

Flockig locker ging es auf der Elisabethstraße an den Puls von Schwabing, die Leopoldstraße, die anderthalb Kilometer erst mal Richtung Odeonsplatz zu laufen war, dann gab es eine Kehre (die Hin- und Zurückstrecke nur mit kleinen, leicht zu überspringenden Hütchen getrennt und ohne Matte an der Kehre – oho!), und alles lief Richtung Norden, durch Altschwabing in den Englischen Garten in dem ca. 8 km gesammelt wurden.

Etwa bei km 9 sah ich plötzlich einen Läufer und eine Läuferin mit einem Laufshirt „Kaltenkirchener Lauftreff“! Was für ein Zufall! Natürlich musste ich die beiden, zuerst etwas irritierten Leute ansprechen und schnell kamen wir gut ins Gespräch. Beide (Renate und Horst) kannten Helmut Jung sehr gut, Horst war viele Male mit Helmut gelaufen, u.a. auf Hawaii und Island. Natürlich musste ich ein Foto für die Presse schießen und freue mich auch, sie Samstag bei Helmuts Gedächtnislauf wieder zu sehen!

Es war ein wundervoller Lauf durch den riesigen Park mit den vielen bunt gefärbten Laubbäumen.

Auch nach dieser Etappe, als es nach Oberföhring ging, fragte ich mich so manches Mal, was dieser Lauf den eigentlich mit einem City-Marathon zu tun hat, es bestätigte sich wieder einmal, dass München ein Dorf ist (natürlich im positiven Sinn!) Moderner und citylike wurde es dann in Bogenhausen und Steinhausen, u. a. vorbei an dem imposanten Hochhaus des Süddeutschen Verlages mit seiner markanten Glasfassade.

Hier hatten wir auch die Hälfte der Strecke geschafft. Weiter durch Haidhausen vorbei am Gasteig, Münchens Kultur- und Bildungszentrum Richtung Innenstadt am Isartor vorbei, ein erster „Spurt“ über den Marienplatz auf dem fleißig moderiert und Party gemacht wurde. Nach einer kleinen Runde von knapp 2 km durch kleine Einkaufstraßen (alles zu, leider, Sonntag!) vorbei an vielen Weißwurst essenden und Weizenbier trinkenden Touristen, dann nochmal über den Marienplatz, an der Oper vorbei, wo ich ein Stück von meinem Sohn Nick (5) begleitet wurde und auch einen Kameratausch vornehmen konnte (mein Speicher war voll), da sich da meine Familie einen Platz an der Sonne und der Weißwurstschüssel gesichert hatte.

Nun passierte ich den Odeonsplatz und landete wieder auf der langen Geraden der Ludwigs- bzw. Leopoldstraße, wo bei km 4/32 noch immer unermüdlich die Blasmusi aufspielte. Dann hieß es nochmal ein paar Schleifen laufen um die Alte Pinakotek, die TU und die Glyptothek über den schönen Königsplatz und die Brienner Str., was dann auch mit 4 weiteren Kilometern zu Buche schlug.

Dann waren’s nur noch 8, aber die haben es ja bekanntlich immer besonders in sich. Bemüht wurde sich auf der „Hammermeile“ kurz nach km 37 nochmal, die Stimmung der, na sagen wir mal „mittelgroßen“ Zuschauerschaft anzuheizen. Ich freute mich eigentlich auf km 38, denn da war ja alkoholfreies Weißbier versprochen worden – ich legte noch einen Extraspurt ein, um ein paar Schlückchen „in Ruhe“ genießen zu können. Leider gab es dort aber nicht nur fast kein Bier mehr, sondern auch keine Becher, und die paar stehenden Flaschen (also Bierflaschen) sahen nicht gerade einladend aus (wer weiß, wer vorher davon getrunken hatte).

Ich hatte jedoch Glück, ein Helfer zauberte noch eine geschlossene Flasche aus einem Kasten, so dass ich doch noch ein bisschen angepriesene Energie tanken konnte. Die sollte dann auch halten, auf dem letzten, leider etwas toten Stück bis zum Olympiastadion.

Endlich kam ich an das berühmte Marathontor, lief noch einmal neu motiviert (für die letzten 400 m) in das Stadion und gab alles (was noch drin war) auf der 400 m Bahn. 200 m vor dem Ziel musste ich dann noch schnell einen Läufer mit schubsen, der doch tatsächlich auf der Matte (km 42) stehengeblieben war, weil er meinte, schon fertig zu sein (ich erinnerte mich an meinen Berlinlauf vor 2 Jahren).

Und schon war es geschafft – oder ich, oder beides, nach netto 4:54 h hatte ich fertig und bekam die schwer verdiente Medaille, Apfel, Brezn und einen Platz auf dem historischen Rasen, um die Atmosphäre noch ein paar Minuten zu genießen.

Doch dann hieß es, die gefühlten 500 Stufen nach oben gen Massagezelt zu erklimmen - kurze Pause auf halber Höhe, natürlich nur, um nochmal die Stimmung im Bild einzufangen! Mein Resümee für diesen Lauf: ein wunderschönes Lauferlebnis bei bestem Herbstwetter, guter Organisation (bis auf die Bierbecher), kein typischer Citylauf und daher sicherlich auch nicht so überfüllt! Es lohnt sich allemal, München zu laufen!

12.10.08 20:27
 


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