Laufen nicht nur sonntags...

 

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Assens / DEN - Mjölner Marathon am 04.07.2009 - eigener Laufbericht

Mein erster Auslandseinsatz

siehe: http://100mc.de/bericht.html?&tx_ttnews[tt_news]=780&cHash=e7ffd40110

Die deutschen Teilnehmer in Assens

Eines vorweg: ich habe einen Neuen – und ich bin hin und weg. Er heißt Carl, wie mein Opa, (oder auch Charly ) und bringt Chantal mit in die Beziehung.

Und am Samstag hatte ich dann die Gelegenheit, die beiden einigen Lauffreunden vorzustellen. Merkwürdigerweise waren die Männer mehr von Carl fasziniert – er  kommt aus der Audi-Familie - , als von Chantal (die übrigens eine Cousine  meiner früheren Gefährtin Charlotte ist!).  Sie fragten mich nach PS und Maschine, doch da konnte ich nicht wirklich Auskunft geben, dagegen  war es mir ein leichtes,  Werner davon überzeugen, dass eine Sitzheizung hinten auch ganz toll ist, und Sven verguckte sich, glaube ich, ein bisschen ins „Panoramaschiebedach“. Während Klaus einerseits meinte, ich führe zu schnell und andererseits wohl gerne gewusst hätte, wie schnell Carl denn fahren könnte,  wenn ich ihm wirklich lange Zügel lassen würde. Meine Beifahrerin Kerstin indes freundete sich mit Chantal an, die uns den Weg zu unserem Fahrziel erklären sollte.

Also zurück zum Anfang: Anlass unseres konspirativen Treffens am Samstag gegen 6.00 h morgens auf einem Parkplatz in Kaltenkirchen war unsere Teilnahme am Assens-Marathon auf der schönen dänischen Insel Fynen, von dem Arne mir schon vorschwärmt, seit ich ihn kenne. So war es nun an der Zeit, einerseits zu prüfen, ob Arnes Schwärmerei berechtigt ist, andererseits endlich auch mal einen Marathon im Ausland  zu laufen. Somit war es auch eine Premiere für mich als auch für Uli Niehuß, der im zweiten Teamwagen, gesteuert von Hiren und verstärkt durch Arne, Rita und Mario, an den Start ging.

Da ich zur Feier des Tages ein Bierchen ausgeben wollte, hatte ich extra eine elektrische Kühltasche mitgenommen, die zwar unheimlich viel Platz im Kofferraum einnahm, jedoch leider nicht sonderlich gut kühlte…. Aber trotzdem konnte alles Gepäck incl. einer weiteren Kühltasche der Familie  B. aus G. untergebracht werden und die Fahrt dann auch beginnen.

Trotz regem „Bettenwechselverkehr“ Richtung Dänemark kamen wir schnell voran und erreichten nach gut 2 ½ Stunden Fahrt die Ausfahrt „Assens“. Nun gab in dieser Kommune wohl 3 x den „Stadionvej“ – zumindest behauptete Chantal das,  so dass wir erst einmal eine kleine Sightseeing- Tour durch  2 der 3 Stadionvejs machten bevor wir  am „richtigen“ Stadion landeten.

Gerade vor uns war Wagen 2 eingetroffen, und bei lauen 25°C  um kurz vor 9.00 h kramten wir unsere Sachen zusammen, der eine oder andere frühstückte noch was (danke für das Brötchen, Hiren, sonst wäre ich bestimmt verhungert!), bevor wir uns bei Michael Nielsens  Orgateam meldeten.

Schnell füllte sich das Stadion (mit schwarzer Aschenbahn!) mit halben und ganzen Marathonis. Wir trafen Peter Wieneke  und seine Frau sowie kurz danach Horst Preisler und Hajo.  Arne führte Interessierte in seiner Funktion als  Wanderführer zu den fiesen Anstiegen, die gleich hinter dem Stadion auf uns lauerten…

Ich ersparte mir den Anblick vorerst und dachte, ich würde die Schikanen schon noch früh  genug kennenlernen.

Nach einer kurzen Begrüßung  und einigen Infos von Michael sowie einigen Worten von Claus Christensen auf Deutsch fiel der Startschuss (10.00 h), bei dem es schon etwas mehr als 25°C gehabt haben dürfte.

Wir liefen aus dem Stadion erst einmal ein Stück auf einem schön schattigen Weg, bevor wir an einer Straße nach rechts abbogen und einen idyllischen Teich fast umrundeten. Bis auf den Abschnitt an der Straße war auch hier angenehmer Schatten.

Nach dieser Passage überquerten wir eine kleine Straße und mussten eine erste, gemeine Steigung  nehmen, um gleich oben nach links zu drehen und den Hügel, wieder hinunter zu laufen (oder zu gehen, da der Pfad sehr schmal und zum Ende hin auch sehr sandig war). Dann ging es wieder um eine Straßenecke hinein in nächste Gebüsch, hinter dem die nächste, diesmal noch anspruchsvollere Herausforderung lag.

Ein sehr langer und steiler Anstieg, den ich konsequent alle 8 Runden, die zu absolvieren waren um auf 42,195 km zu kommen,  hinauf ging. Oben angekommen, ging es entlang einer Schafweide (Arne fragte mich nach dem Lauf: wo waren denn da Schafe – erste Anzeichen dafür, dass er seinen Tunnelblick wieder bekommt) immer noch bergan.

Doch diesmal in der prallen Sonne. Die armen Schafe hatten auch nur noch völlig verbranntes Gras auf ihrer Weide  - wohl eine  exklusive Südhanglage.. Und schon ging es wieder bergab und durch das nächste Wohngebiet, wieder auf leicht ansteigender Straße, die dann ab der 3. oder 4. Runde noch ein Anwohner mit seinem Wohnwagen blockierte, zum nächsten Geheimweg, der nach einigen 100 Metern wieder hinunter, an Tennisplätzen vorbei Richtung Stadion führte. Kurz vor dem Stadion ging es aber dann schon wieder bergan, und dort gab es auch einen Verpflegungspunkt, an dem es aber leider nur Wasser, Banane und Kuchen gab.

So notdürftig gestärkt kam dann – wie soll es anders sein – das nächste „Uphill“, diesmal durch Wald und über Wurzeln – Rennsteigfeeling kam auf. Als auch das geschafft war, ging es über eine sonnenbeschienene Wiese, und nach einem kurzen Stück auf  einem asphaltierten Feldweg wieder nach links  rin in die Kartoffeln, nein auf den nächsten Wildwechselpfad. Hier verpasste ich auch die Abzweigung in der 2. Runde und lief ein ganzes Stück gerade aus, bis ich auf einem Campingplatz landete, den ich in der ersten Runde nicht gesehen hatte...

Das letzte Stück ging auf schattigem Weg an einem Bach entlang, dann noch ein letzter kurzer, aber stark mit Wurzeln gespickter Anstieg und man kam durch das Hintertor ins Stadion. Auf den ca. 200 m durch das Stadion waren dann auch VP 2 (diesmal mit Saft, Wasser, verdünntem (igitt!) Cola, Banane und Kuchen) sowie die Rundenzähler.

Diese Geschichte war dann wie gesagt insgesamt 8 x zu absolvieren. Leider hatte ich vergessen, meinen I-Pod  „anzulegen“ (der lag im Auto), und es gab auch irgendwie nicht wirklich einen Gesprächspartner (wobei bei diesem Strapazen und der Hitze noch zu reden sowieso auf die Dauer schwierig geworden wäre). 

In Runde 3 näherte ich mich überraschend Werner, konnte aber schon von hinten sehen, dass er irgendwie verletzt sein musste. Nach seiner Aussage hatte er Probleme im linken Oberschenkel und sein Gesichtsausdruck war diesmal eindeutig   ein „tut weh“ und kein „lächelst du“! 

Kurz darauf konnte ich dann auch Rita grüßen, die leicht fluchte und meinte, sie könne „diesen Hügel nicht noch 4 x rauf“. Ich meinte nur: „Geh langsam, dann schaffst Du’s auch 10 x“, und sie bestätigte dann später, dass dieser Spruch von mir sie davor bewahrt hatte aufzugeben…

In der zweiten Hälfte hatte ich dann die Ehre, unseren Clubvorsitzenden Hajo zu passieren, der zwar sichtlich noch im Aufbau nach seiner Verletzung ist und auch wohl unter der Hitze litt, aber auch schon wieder mal eben 2 Maras  an einem Wochenende läuft!

Peter und Horst durfte ich dann noch in der vorletzten Runde zum Fotografieren überholen, sie liefen beide sehr entspannt.

Ach, hatte ich erwähnt, dass mich Ex-Rennschnecke Arne in Runde 3 – im Schlepptau von Vagn, dem Allermöhte-Triple-Marathon-Finisher, versägt hat? Die Jungs in Wagen 2 hatten ihn wohl die ganze Fahrt sehr heiß gemacht, dass er doch das Kaltenkirchener  Duell gewinnen und er seine Quote 100:1 halten müsse (was bedeutet das eigentlich? Naja, ich hatte soweit  kein Problem damit, hoffte aber dennoch, dass er nicht nochmal vorbeikommen würde, was er dann auch nicht tat. Der junge, dynamische Aua-Sven rief mir noch irgendwann zu: „der Arne bricht sowieso bald ein“, aber der hielt sich doch erstaunlich gut – seine Lieblingsstrecke ließ ungeahnte bzw. längst vergessene Kräfte in ihm wachsen! (Superzeit  Arne, Glückwunsch!)

In der 6. Runde begann es leicht zu „grummeln“, und ich bekam große Bedenken, ob ich den Lauf würde beenden können, ohne ins Gewitter zu kommen. Ich überlegte mir schon, wo ich mich unterstellen könnte oder ob ich abbrechen sollte, jedoch blieb es beim Donnern in der Ferne und der gewitterschwülen Luft, das Gewitter ging wohl dann 20 km weiter weg  nieder – Gott sei Dank!

In den letzten beiden Runden hatte ich dann doch noch meinen I-Pod (Kerstin hatte ihn mir aus dem Auto geholt), und dank ihr und Hiren hatte ich dann jeweils eine Flasche mit ordentlichem Getränk dabei.

So kam ich dann doch noch in meinem von mir gesetzten Limit von „Sub-5“ , nach 4:56:17 h ins Ziel.

Nach einer wunderbar warmen und ausgiebigen Dusche  saßen wir noch gemütlich im Ziel und beklatschten die verbliebenen Läufer auf der Strecke. Wir genossen das (halb-)kühle Erdinger in Gläsern mit Licht! (Marios Augen strahlten! – So ein Glas hat er wohl noch nicht in seiner Sammlung), es gab Würstchen und Steaks vom Grill sowie Nudelsalat von Kerstin und Eierlikör-Kokos-Kuchen von mir.

Afterrunparty - ein bisschen wie bei den Galliern, nur ohne Wildschwein

Michael und sein Team waren mit dem Abbau schon weit fortgeschritten, als wir uns dann auch aufrafften, die Heimfahrt anzutreten.

Mit superguter Stimmung im Auto (bis auf die Sticheleien zwischen den Jungs auf den billigen Plätzen) fuhren wir gen Flensburg, stoppten dann aber noch bei Mc Doof, wo wir, gemeinsam mit der Besatzung von Wagen 2, der etwas später das Zwischenziel erreichte, noch eine kleine Stärkung nahmen – danke an Sven, der das Dinner für Wagen 1 schmiss!

Gegen 20.30 h hatte uns dann Kaltenkirchen wieder, und Kerstin übernahm die weitere  Betreuung der Jungs alleine. Ich wünschte ihr noch viel Glück und gute Nerven…

Resümee: ein wunderschöner „Ausflug“, eine tolle  Premiere im Ausland in netter Gesellschaft – unbedingt zu wiederholen!

10.7.09 02:13
 


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