Und dann ging es dann auch alsbald los zum Startpunkt auf der gegenüberliegenden Seite des großen Teichs. Meine Uhr zeigt 13.18 h, als die „Meute“ los tobte.
Die Schnellen waren dann auch schnell außer Sichtweite, kamen aber dann 3 mal zur Überrundung vorbei, von Mal zu Mal schweigsamer, besonders Werner, der zuletzt nur noch die Hand an den Rücken hielt und doch ein leicht schmerzverzehrtes Lächeln schenkte.
Auch Oliver Scheer hielt sich nicht lange auf, und so kam es, dass er heute, anstatt so schöne Fotos wie in Öjendorf und im Elbtunnel zu schießen, lieber selbst einmal das Heft in die Hand nahm und das Rennen für sich entschied – in den letzten Runden angefeuert von Frau und Sonnemann, dem kleinen Tigerentenrocker. (Zielzeit so um die 3 ¾ Stunden – siehe Christians Ergebnisliste!)
Schließlich war Purna Samarpan Querhammer, mein Laufkamerad vom letzten Teichwiesenlauf, diesmal sehr schnell unterwegs. Er machte es übrigens leicht, seine Überrundungen zu zählen, indem er in jeder ungeraden Überholrunde mit Mütze vorbeiflitzte, in der (einzigen) geraden dann ohne Kopfbedeckung. Kam er doch diesmal über eine Stunde schneller als letzthin ins Ziel!
Ich lief das Auftaktstück sowie die erste Runde mit Christine, die sich dann jedoch, ebenso wie Christian, der bis dahin auch recht schnell unterwegs war, etwas zurückfallen ließ. So stieß ich auf Hartmut Feldmann, der dieses Jahr noch keine Sub-5-Zeit verbuchen konnte, und wir liefen bis Mitte der 12. Runde gemeinsam, was mir wieder einmal sehr viele interessante Einblicke in die Ultra- und 24-Stunden-Läufe gab (hier machte er mir die 100 km von Biel besonders schmackhaft) sowie spannende Eindrücke über die Philippinen. Ultrajörg lief zu uns auf und zeigte sich in sehr guter Form, seine Vorbereitung auf den Transeuropalauf scheint glänzend zu funktionieren.
Für eine ganze Reihe von Runden hatten wir Peter Wieneke und Kurt Gormanns (hoffentlich habt Ihr Euer Auto wieder gestartet bekommen!) überholt, was sie uns jedoch dann in Runde 10 oder 11 wieder „heimzahlten“ und davonzogen.
Schön zu sehen, war, dass unser Ultrakanzler wieder laufen kann, er hatte die Woche schon seinen Arzt verblüfft, als er fit wie ein Gummiball vor ihm auf und ab sprang und so sein o.k. fürs Laufen einholte. Ich versuchte, ihn mit meinem „Toronto Volunteer“-Käppi zu lotsen, doch er kam auch alleine gut zurecht.
In der 12. Runde wurde Hartmut dann von einem kleinen „Wadenbeißer“ (Terrier, glaube ich) attackiert, dem wohl Hartmuts rote Jacke nicht gefiel – Jörgs“ blau“ sowie mein“ grün“ blieben unbehelligt… Kurz darauf entleerte ich dann meinen Schuh – hatte sich einiges angesammelt – und fortan zog ich meine verbleibenden Runden alleine mit meinem I-Pod. War auch gut so, da mir so langsam irgendwie die „Luft“ ausging. Hartmut finishte dann übrigens in 4:43 h, also eine halbe Stunde besser als seine Bestzeit 2009 – ich freue mich, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte!
Ebenfalls in Runde 12 zogen die anderen beiden Frauen, Rosi und Sina an mir vorbei, die dann nicht mehr zu sehen waren, als ich das Ziel erreichte. Kurz vor Beginn meiner vorletzten Runde kam ich dann noch an Christine und Christian vorbei, die jedoch ins Gespräch vertieft liefen.
Die Strecke war nicht zu überlaufen für einen Sonntagnachmittag; scheinbar hielt doch viele der starke Wind davon ab, eine Runde um die Teiche zu drehen. Die Sonne zeigte sich auch immer wieder einmal kurz, kam aber nicht wirklich gegen die Wolken an, aus denen es in meinen letzten Runden auch noch leicht nieselte. An einigen Stellen sah ich Schneeglöckchen und auch Sträucher (Weiden?) in einem wunderschön leuchtenden Rotton waren immer wieder an verschiedenen Stellen zu sehen, der Frühling ist also doch „auf leisen Pfoten“ unterwegs!
Als ich mich dem Ziel näherte, beschloss ich, statt wieder eine 4:50 h wie letztes Mal zu laufen, lieber ein paar Sekündchen zu „traben“, und so kam ich zu einer Punklandung und Hahn/Weber-Zeit von 4:51.00 h, gerade noch rechtzeitig, bevor der Regen etwas kräftiger wurde.
