Laufen nicht nur sonntags...

 

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M/U # 51 - Hamburg (Öjendorfer Park) - Schnee- und Eis-Marathon am 07.02.2009 - eigener Laufbericht

Lothars Marathonveranstaltungen um den Öjendorfer See sind ja längst schon ein Highlight in meinem Läuferleben geworden, nicht zuletzt bestätigt durch die Tatsache, dass ich  dort stets meine PB verbessern kann .

Der besondere Charme des Events neben der gegebenen Naturschönheit ist sicherlich die liebevolle Organisation, angefangen bei der Vorbereitung, dem „Ranschaffen“ der Aussteuer und Verpflegung (wie ich hörte, hat hier Till seine Hände auch ganz schön im Spiel gehabt!) sowie die Verköstigung (um nicht zu sagen die Verwöhnung) durch Rita und „ihr Team“.  Aber auch die administrative bzw. technische Abteilung, derzeit in den Händen von Lothar, Till, Mario und  Arne,  ist bei weitem nicht selbstverständlich und ich finde es toll, was die Jungs auf der grünen Wiese so alles an technischer Raffinesse auffahren! (Diesmal kamen sie sogar ohne Heizung aus – die Freude darüber, dass es mit dem Scanner so gut klappte, wärmte wohl genug!)

Mein minikleiner Beitrag  ist mein – möglichst morgens noch frisch gebackener – Kuchen, den ich auch diesmal gerne wieder beisteuern wollte. Jedoch hatte ich, wie schon beim Elbtunnellauf, mal wieder Probleme mit der Technik – wenn’s diesmal auch nur der Wecker war, der zwar pünktlich klingelte, jedoch leider eine halbe Stunde zu spät ging... Aber bekanntlich läuft vieles unter leichtem (bis mittelschweren) Druck besser, und so schaffte ich im Zeitfenster von 7.00 h bis 8.50 h doch das Aufstehen, Duschen, Frühstücken, Kuchenbacken, Taschepacken (könnte man auch abends machen?), von-Kaki-nach-Öjendorf–Fahren und den-Hamburger-Fernsehturm-in-Nebelschwaden-Bewundern. Schon mal mein ganz persönlicher Morgenmarathon…

Die Vorteile des späten Eintreffens liegen auf der Hand: keine Schlange an der Startnummern-Ausgabe, noch heißer Kuchen auf dem Blech, man friert sich nicht kalt. Nachteile: Man hört vor lauter  Begrüßung aller Läuferfreunde  Lothar und Hajo nicht zu, und erfährt so erst irgendwann auf der Strecke, was die Sanitäter und das Flatterband an der Strecke bzw. im Start/Zielbereich bedeuten.

Teilschuld am Nichtzuhören hatte Jobst von P’lombini (seines Zeichens nicht etwa Zahnharzt sondern adeliger – und hoffentlich auch sehr schlauer  -  Lateinlehrer, der am Montag Jörg Pilawa um einige 1000 Euro erleichtern wollte (Jobst, bitte dringend mitteilen, wann gesendet wird!) … und dem ich am Prenzlauer Berg mal aus der Klemme geholfen habe. Er begrüßte mich mit „Hallo,  Karla Kolumna!“ (Muss wohl einen Bericht von mir gelesen haben). Ebenso wechselte  ich noch ein paar Worte  mit Claus Christensen  von der dänischen Laufdelegation.

Schon war der Startschuss gefallen und ich machte mich mit Frank Berka und Enno Kerbel auf den Weg. Da auch Jörg König neben uns her trabte, war das Gespräch schnell beim Transeuropalauf und es wurde u. a. erörtert, auf welchen Teilstrecken man denn Jörg und seine Mitstreiter – wie z. B. auch Sturmvogel Sigrid – begleiten könnte. (Infos unter www.transeurope-footrace.org)

Hans-Jürgen Lange war anfangs ebenso mit von der Partie, wollte aber eigentlich die erste Hälfte walken – er musste sich wohl noch von seiner Geburtstagsfeier im alten Elbtunnel erholen (zu viel Elbwasser geschluckt?) – Ich erwischte ihn dann aber schon auf einer der ersten 6 Runden beim Laufen!

Das Wetter war zunächst sehr angenehm, die Luft klar, die Eisplatten auf den Wegpfützen knackten unter den Schuhen, und auf dem See waren Eisschollen zu sehen, zwischen denen Enten und Schwäne  ihre Bahnen zogen. Auch die Sonne tat ihr bestes und lieferte sich ein spannendes Duell  mit einer  Wolkenfront.

Keinen Zweikampf sondern gut gelaunte Eintracht vermittelten Sven Peemüller und ein fröhliches Endorphin in Gestalt von Dirk Wandschneider aus Henstedt-Ulzburg  (Öjendorf-Rookie, wie Christian Hottas sagen würde), solange sie gemeinsam an mir vorbei zogen. Das änderte sich jedoch später, als sie getrennt liefen, da sahen sie beide nicht mehr so entspannt aus, doch spätestens im Ziel beim zünftigen Paulaner-Mineralstofflieferanten hatte das Glück sie wieder eingeholt und vereint.

Über diverse Gesundheitsfragen bot sich die Gelegenheit mit Peter Wieneke, der durch seine Augen-OP leicht gebremst war,  zu sprechen sowie mit Helmut Rosieka, der doch tatsächlich mal meinte, heute bist Du mir aber zu schnell (!), und Günther Antoni, mit dem ich die Vorzüge von IBU 600 erörterte… (Läuft das eigentlich schon unter Doping?)

Am Verpflegungsstand hatte ich diesmal fast den Verdacht, dass Meinulf, Rita und Christa  die Verpflegung auf Provisionsbasis gegen Barzahlung feilboten, so leidenschaftlich priesen sie ihre Leckereien an. Und Lothar schien einen Vertrag mit einem Pharmakonzern  abgeschlossen zu haben: was er nicht alles an Pillen und Tablettchen in seinem Bauchladen hatte! (Die Pillen waren nicht blau, nein, weiß  -  und dem Geschmack nach wohl Salztabletten und Traubenzucker.)  Gunla und Frank wiederum sorgten für allzeit warmen Tee und kühle Cola – und das alles ohne Zwang und Kochlöffel!

Als ich Erika Köhn traf, die mit  Walther Radlof lief, fragte ich sie nach ihrem Bruder Peter und Familie, die sonst immer Stammgäste am See sind. Wie Erika erzählte, hatten sie eine sonnigere Alternative für die Tage gewählt, nämlich einen Urlaub auf einer der kanarischen Inseln (war es Fuerte oder Lanzarote…?) Auch Hirendra Kurani gesellte sich noch zu uns und erzählte von einem weiteren sonnigen Ziel, sprich seiner Heimat Indien. Er hatte gerade die Erfahrung gemacht, wie unangenehm für die Gesundheit so ein abrupter Klimawechsel sein kann, so hatte er sich doch nach der Rückkehr von seinem 100. In Mumbai hier eine üble Erkältung eingefangen.

Stundenlang im Einsatz in seiner neuen Marathondisziplin, dem Fotografieren, war unser „vereinseigener“ Paparazzo Arne, der unermüdlich alles was lief, kreuchte  und fleuchte  (oder auch stilllebte) mit seiner Kamera einfing.  Auf meine Frage, ob er denn mit seinem neuen Rennrad da sei, meinte er, das käme erst Montag …(Sollte er seiner Frau Christiane doch noch nicht gebeichtet haben, dass er Rad Nr. 5 in seine Sammlung aufgenommen hatte, als er eigentlich neulich nur  seine gerissene Fahrradkette reparieren lassen wollte…?).

Foto: Quentsch

Kurz vor meiner „Halbzeit“ traf ich auf Thomas Hotze-Müller, mit dem ich auch schon in Ahrensburg einen Teil der Strecke gelaufen war. Er erwog doch tatsächlich, so kurz vor Erreichen der Halbmarathondistanz aufzugeben. Nachdem er mir jedoch das attraktive Bonussystem seiner Krankenkasse erklärt hatte, konnte ich ihn doch dazu bewegen, seine Runden weiter zu ziehen und lieber die Bonuspunkte für die Marathondistanz einzusacken!

Inzwischen hatte  leichter Nieselregen eingesetzt, was die Strecke noch zusätzlich aufweichte und  Schuhe und Beinkleidung  eine einheitliche Schlammfarbe annehmen ließ. Als ich später mit René Wallesch über das Problem generell und das Aussehen seiner Laufhose im besonderen sprach, meinte er, darauf könne er bei seinem Tempo keine Rücksicht nehmen.(Meine sah also auch nicht viel besser aus, auch wenn ich viel langsamer bin!)  Als ich dann sah, dass ein Läufer das Rennen für sich entschieden hatte, der nur leicht bekleidet in kurzen Hosen gelaufen war, dachte ich, wäre vielleicht auch für René eine Alternative gewesen, erstens schneller ins Ziel weil kalt, zweitens eine  Hosenwäsche gespart!

Na, zurück zur Strecke. Natürlich musste ich auch ein Stückchen mit meinem Freund Helmuth, dem Ultrakanzler laufen, so konnten sich zwei Vereinsschreiberlinge mal wieder austauschen. Und dann machte ich auch noch die Bekanntschaft mit einem weiteren Clubautor für exotische Laufeisen, Dr. Abbi Henne, und auch wir fachsimpelten ein kurzes Stück des Weges.

Irgendwann hatte mich auch Werner Burmeister (mind.) einmal überrundet, diesmal war direkt auch noch etwas Luft zum kurzen Gruße da – und trotzdem klappte es mit der neuen Bestzeit! Nochmal Glückwunsch Werni! Und vergiss nicht, die Einladungen für Deinen 100. Rechtzeitig raus zu schicken! (Wunschort und –termin ist meiner Redaktion bekannt, bleibt aber vorerst noch unter uns, aber eigentlich bräuchten wir noch ein bisschen Werbung für den Lauf…

Kurze Plausche gab es noch mit einigen weiteren Läufern, andere  wiederum hatten keine Zeit oder Lust zum Grüßen -  naja, kommt ja auch darauf an, wozu man an den See kommt (manche sind ja nicht zum Spaß da!).  Aber der schnelle Michi Baß nahm sich denn doch kurz die Zeit, und obwohl er wieder mal später gekommen war (rote Welle, meinte er, als ich fragte, ob sein Rad nicht angesprungen sei..) und Zeit zum Klönen hatte, war er schon  nach weniger als 4 Stunden fertig!

Irgendwann fiel mir auf, dass ich doch so ziemlich alle der 8 Frauen, die gemeldet waren, hinter mir gelassen haben müsste (war mir aber nicht sicher), und so kam ich zu meiner letzten Runde. Ein Blick au f die Stoppuhr zeigte mir, dass ich mich ran halten müsste, wenn ich meine erst am 28.12. 08 in Öjendorf aufgestellte PB toppen wollte. Ich gab, was noch ging, aber es war denn doch nicht mehr genug, und so kam es, dass ich fast eine Punktlandung mit derselben Zeit gesetzt hätte. Doch da dachte ich an das Hahn/Weber-Spiel und  vertrat mir vor dem Ziel noch ein Minütchen die Beine. Da kam hinter mir mit Wilfried Böttjer ein sehr höflicher Läufer in die Zielgasse, der mich 10 m vor dem Ziel nicht mehr überholen wollte. Doch auf mein O.K. hin und die Bemerkung, dass ich noch einen Moment warten müsse, lief er denn doch vor mir über die Ziellinie – wohl hatte ich im Blick, dass sich keine Frau von hinten näherte… Und dann bestätigte sich bei Lothar am Verpflegungsstand auch mein Verdacht, dass ich mit 4.21:00 h doch tatsächlich die 1. Frau an diesem Tage war!

Um das Lauferlebnis in gewohnter Manier abzuschließen gab es dann noch das obligatorische, gemütliches Beisammenstehen unter den regennassen Pavillons  (erinnert mich irgendwie an das Schlussbild bei Asterix und Obelix…- das nur ohne Regen) mit noch mehr Leckereien und Gesprächen.

Nur eins fehlte mir an diesem Lauftag – nicht, dass ich es sehr vermisste: das zweite Stichwort des Laufes hieß „Schnee“! Doch der ließ noch bis zum nächsten Tag auf sich warten;  der Tag, an dem ich ein paar „Häuser“ weiter, bei Christian Hottas an den Teichwiesen (ein weiteres meiner „Lauf“-Wohnzimmer), mit vielen netten Laufkollegen (einige davon waren auch in Öjendorf)  meinen ersten Doppeldecker lief.

Wieder einmal vielen Dank an das Organisationsteam und alle Helfer!

11.2.09 22:55
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Christian / Website (11.2.09 23:01)
Hej Claudia!

Danke für den wieder einmal schönen Laufbericht mit all den vielen netten Details!

Ibuprofen fällt nicht unter Doping! Es steht definitiv nicht auf der Negativliste (List of prohibited drugs) der WADA, dafür aber auf der NADA-Liste der erlaubten Medikamente.

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