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Berlin (Volkspark Prenzlauer Berg) - Berliner Brocken Marathon am 21.12.2008 - eigener Laufbericht
Marathonlaufen ist schon was für Bekloppte, einen solchen zu laufen am 4. Advent höchst unpopulär in der Nichtläuferwelt, und dafür um 4 .00 h Sonntag morgens aufzustehen und auch noch schlappe 350 km mit dem Auto zu fahren grenzt sicherlich an Dekadenz. Doch was tut man nicht alles, um die Vorurteile der „Normalos“ zu bestätigen! Den Wecker noch früher als um 4.00 h, also vielleicht um 3.55 h zu stellen, wäre undenkbar gewesen, also „sprang“ ich pünktlich zur vollen Stunde aus dem Bett, um mich auf den Weg zu machen, denn „der Berg rief“! (Ich fuhr natürlich erst um 5.00 h los, aber Morgentoilette und Frühstück sollten nicht leiden!) Auf der Strecke in Richtung des Landes der aufgehenden Sonne komplettierte ich unsere schleswig-holsteinisch-meck-pommsche Fahrgemeinschaft und so fielen wir schon um dreiviertel acht (so sagt man bei uns in Franken und in Berlin nahe dem Alexanderplatz) = 7.45 h bei Sigrid ein, und überraschten sie beim Weihnachtsputz, den sie sofort als ausgeführt erklärte. Bis 8.15 h trudelten dann alle Teilnehmer ein, 9 an der Zahl. Gemeinsam ging es zum „alpinen“ Volkspark Prenzlauer Berg (laut Sigrids Ausschreibung ein Trümmerberg, der nach dem 2. Weltkrieg entstanden ist). 
Die Sonne machte gute Miene zu solch bösem Spiel und schickte uns zur Begrüßung und Ermunterung ihre motivierenden und schmeichelnden Strahlen. Nach kurzer Begrüßung und Streckenerklärung durch Sigrid ging es auch gleich „zur Sache“. Ohne viel Umschweife führte sie uns in einer ersten, gemeinsamen Runde schon wenige Meter nach dem Start- und Zielbereich an einer Parkbank zum ersten der 3 angekündigten Anstiege. Doch nicht den noch recht komfortabel erscheinenden Asphaltweg sollte es hoch gehen, nein, es musste unbedingt „querbergan“ über einen „Wildtrail“ sein - gefühlte Steigung 95%! An Laufen war auf diesem Stück nicht zu denken, vielmehr musste man sich darauf konzentrieren, für den nächsten Schritt festen Halt zu finden. Doch noch voller Elan erklommen wir alle den ersten Gipfel , und nach einem flachen Plateaustück von 200 (?) m ging es zur Belohnung bergab, scharf rechts an einem Berliner Bären vorbei, wieder Schwenk nach links und weiter bergab, diesmal über leicht tückisch anmutendem, bemoosten und mit feuchten Blättern bedeckten Asphalt, der als weitere Schikane auch immer wieder Querrinnen enthielt. Auf diesem Stück konnte man auch einen Blick auf den „Alex“ (Berliner Fernsehturm) erhaschen. Nach Erreichen des „Tiefpunktes“ ging es dann nach einer weiteren Linkskurve wieder mächtig gen Himmel, auf einem Trampelpfad, der so ausgetreten und ausgewaschen war, dass ich mir hier gut eine ordentliche Bergsteigerausrüstung sowie ein Führungsseil (oder doch lieber eine Seilbahn?) an der Seite hätte vorstellen können. Geschnitten wurde dieser Anstieg auch noch durch einen kreuzenden Asphaltweg, der einem die Chance zum Luftholen für das letzte Stück nach oben bot (später kreuzten dort noch wildlaufenden Jogger und Spaziergänger!). Doch nach jedem Anstieg kommt ja bekanntlich auch ein Abstieg, und dieser zog sich ein ganzes Stück auf Asphalt, der an vielen Stellen gefährlich aufgeplatzt und aufgequollen war. Mit dem „Bergabschwung schaffte man es dann auch meist bis zum nächsten „Up“, der hinter einer 180°-Kurve lag und sich auch ganz schön zäh in die Länge zog. Auch dieses Stück gingen wir Läufer, die das Feld von hinten sicherten (die meiste Zeit Sigrid, Rainer und ich) zum berühmten Körnersparen. Doch nach einer weiteren Rechtskurve liefen wir dann leicht bergan, um nach einer kleinen Kuppe und einer Linksbiegung schon das Ziel vor bzw. unter uns zu sehen, den Duft von Tee und Keksen schnuppernd… Aber leider , leider, war da noch eine scharfe Rechtskurve zu laufen, die den Blick auf den letzten heftigen 3000er (in dm – soweit ich mich erinnere) frei gab, der sich endlos nach oben zog,! Endlich dort oben angekommen– laut Sigrid das einzige, flache Stück der 2,5 km langen Strecke – hatte man einen atemberaubenden Ausblick auf ein Meer von farblich geschönten Wohnblocks/Plattenbauten (ich glaube ja, dass unsere siegreichen Berliner auf den vorderen Plätzen in solchen Blocks ohne Fahrstuhl trainiert haben!) sowie auf zwei Kirchtürme (war das der Berliner Dom?). Auf diesem Aussichtsplateau gab es einen Gedenkstein auf dem auch die Höhe des „Berges“ stand: 80 m, und diesen Stein galt es in jeder der 17 (!) Runden zu umlaufen, um auch noch die letzten Meter mitzunehmen. Sogleich folgte der letzte, halsbrecherische Abgang, den ich meist bremsend mit Schweiß auf der Stirn und leichter Höhenangst hinab lief. Erst im unteren Drittel wagte ich es, den Schwung aufzunehmen und zum Verpflegungspunkt auszulaufen. Dort empfing uns unser DLV-Rundenzähler Wolfgang immer mit einem anerkennenden Lächeln und einem stets perfekt gefüllten Getränkebecher (je nach Wunsch Tee, Cola, Wasser, Glühwein). Natürlich gab es auch diverse Kekse, Negerküsse (oh, sorry, das heißt ja jetzt Schaumküsse) und Bananen. Durch die ständig wechselnden Streckenabschnitte war der Lauf sehr kurzweilig und spannend, ich hoffte ja, dass wir die Berge nach einiger Zeit etwas flach getreten hätten, was aber doch nicht so klappte! Irgendwie wurden die immer höher und länger! Zwischendurch mussten wir den Sturmvogel dann aus einer Schlingfalle befreien, die ihn zu Fall aber Gott sei Dank zu keinem Schaden gebracht hatte (bis auf den sicherlich heute blauen Oberschenkel!). In einer weiteren Runde galt es den Sieger Jobs zu retten, der sich hoffnungslos in Medaillenband und Jackenreißverschluss verfangen hatte. Ein Mitläufer musste re-animiert werden, da er eigentlich 4 Runden vor Schluss aufgegeben hatte, jedoch nach gutem Zureden durch Wolfgang und wohl auch anderen doch noch mal alle Kräfte zusammen nahm, um seiner Frau , Anne, die Siegerin bei den Damen, nicht nachzustehen. Einzig Jungspund Denis brach ab, ich hoffe ja nicht, weil ich ihm gesagt hatte, dass seine weißen Stümpfe schmutzig waren! Ich denke, er läuft nächstes Mal in Schwarz! (;-) Was mir besonders auffiel, war die Freundlichkeit der vielen Spaziergänger, selten wird man als Läufer so oft freundlich gegrüßt! Sind doch echt nett, die Berliner! Nachdem Rainer und ich auch Sigrid gut über die Runden gebracht hatten, ließen wir sie schließlich ziehen und stellten sicher, dass außer unserem Wiedereinsteiger Andre niemand mehr verlassen auf der Strecke war. Zur Belohnung für unser aller Mühen gab es eine coole Medaille „Den Brocken in Berlin bezwungen“, einen schönen Glühwein-/Teepott sowie einen hübschen Strohstern (der kommt an den Weihnachtsbaum). Die Urkunden kommen laut Sigrid nach, da sie wohl noch ein Bildchen „einbauen“ möchte. Direkt nach der Siegerehrung von Anne (Jobst war schon vorher von Wolfgang geehrt worden, damit er nicht erfror) weinte der Berliner Himmel doch tatsächlich ein paar Tränen, scheinbar war er auch traurig, dass dieser spannende, abwechslungsreiche (und verflucht harte) Lauf schon zu Ende war! Nach dem Rücktransport von Sigrid samt ihrer Aussteuer traten wir „Auswärtigen“ die Heimreise an, stärkten uns unterwegs noch mit einer richtig lecker-ungesunden Currywurst mit Pommes, und so landete ich nach einem langen Marathon-Tag (oder einem marathonlangen Tag?) erschöpft, aber doch sehr zufrieden in Kaltenkirchen und konnte doch noch den 4. Advent – ganz normal – am Adventskranz beschließen. Danke Dir, Sigrid für die Idee und die Organisation dieser Herausforderung, die unbedingt auch andere „Verrückte“ annehmen sollten! Allen, die diesen Bericht lesen, und bis zum Schluss durchhalten oder das Happy End zuerst lesen, wünsche ich fröhliche Weihnachten, einen guten Rutsch (außer auf der Laufstrecke) sowie ein glückliches, gesundes Neues (Lauf-)Jahr! Danke für viele nette Begegnungen in 2008 und auf noch mehr schöne Läufe in 2009! Claudia
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Ellerdorf - 6-Stunden-plus-Lauf (= Tag-danach-Lauf) am 23.11.2008 - eigener Laufbericht
Mit recht gemischten Gefühlen fuhr ich am Sonntag nach Ellerdorf – sollte es doch mein erster Ultralauf werden! Da der Wetterbericht Anfang der Woche Schnee prophezeite, stellte ich mich auf einen recht schwierigen Lauf ein und dachte an meinen Marathon im Februar 2007 in Berne, der mit Eisregen und Schnee ein echter Härtetest war… Der Start in Ellerdorfwar zeitig am Morgen – 8.00 h – Treffen zum Frühstück doch bereits eine Stunde vorher. Daher ging mein Wecker auch schon um 5.30 h, und um 6.40 h verließ ich das Haus und stand draußen im Stockdunklen und Kalten. Eine wunderschöne Mondsichel und viele Sterne waren am Himmel und versprachen einen klaren Wintertag. Schon nach wenigen Metern sah ich einige Rehe auf einem Stoppelfeld stehen – eine wunderschöne Morgenstimmung. Doch dann ging es zügig über die Autobahn und kurz nach 7.00 h erreichte ich das Feuerwehr-gerätehaus in Ellerdorf, das bereits gut mit mehr oder weniger wachen, frühstückenden Läufern gefüllt war. Fast hätte ich schon mein Frühstücksbrötchen, das ich zu Hause gegessen hatte, bereut, so lecker sah das Frühstücksbüffet aus, aber so knapp eine Stunde vor dem Start wollte ich meinen Magen nicht noch unnötig belasten. Nach einer kurzen Erklärung von Thorsten zum Lauf sollte es noch – laut Aussage einer Helferin – 500 m bis zum Startpunkt gehen. Da die anderen schon vorausgefahren waren, als ich startbereit war, fuhr ich natürlich erst einmal verkehrt (an einer Kreuzung mit 4 Wegen entschloss ich mich zunächst für einen falschen, traf aber dann bei zweiter Wahl zumindest den richtigen) und traf noch rechtzeitig am Startpunkt ein. Nach ein paar Worten von Thorstens Frau Nicole wurden wir auf die Strecke geschickt, zunächst ca. 1 km (?) in „die falsche Richtung“, Wende um Thorsten und dann in die „richtige“: Runden von 3,6717 km entlang an Wiesen, Feldern, Waldstücken, vorbei an zunächst noch erstaunten, dann eher gelangweilten Schafen, größtenteils auf Asphalt/Betonwegen aber auch einem Stück Schotterweg, der vor allem in den letzten Runden noch volle Konzentration forderte. Schon in der ersten Runde begrüßte uns die Morgensonne, die sich im Laufe des Vormittags bester Laune zeigte (wie auch schon am Vortag) und uns Läufer Ihre wärmenden Strahlen schickte, über die wir uns, wenn wir aus den schattigen Abschnitten kamen, stets sehr freuten. Freude machte aber auch das Passieren des Verpflegungsstandes, an dem freundliche, frierende Rundenzähler und vielleicht nicht ganz so frierende (durch leichte Zeltbeheizung) aber auf jeden Fall ebenso freundliche Damen und Herren auf uns warteten bzw. sich um unser leibliches Wohl kümmerten. Ob Kuchen, Wurstbrot, Salzstangen, Schokolade, Kräcker, Fladenbrot (sicherlich hab ich was vergessen) oder Cola, Tee, Wasser, fette Brühe, Kaffee und – hola: später Glühwein! - wer hier nichts für sich fand muss ganz schön „krüsch“ sein! Irgendwie muss ich einen guten Tag erwischt haben: Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich in den 30er km auf einem Marathon bzw. gegen Erreichen der 42,195 km – Marke je so gut gefühlt hatte, aber wahrscheinlich lag es wohl auch daran – wie mir mein ultraerfahrener Coach Rainer sagte – dass ich mich im Vornherein auf eine Distanz von um die 50 km eingestellt hatte. Aber auch auf den Runden 12, 13 und 14 (!) wollte sich keine Erschöpfung einstellen, klar, dass die Beine schon schwerer wurden, aber das war’s dann auch! Als sich Rainer in der 13. Runde aufgrund von Magenproblemen zurückfallen ließ, warf ich meinen „Turbo“ an – will heißen: schaltete den I-Pod ein und beschloss ich zu versuchen, an Enno und Thorsten, die gerade munter schwatzend an uns vorbei gekommen waren, „dran“ zu bleiben, was mir auch recht gut gelang, und Enno wohl zwischendurch wirklich Sorge hatte, dass ich ihnen sogar „davon ziehen“ könnte (ich ließ sie dann auch ein paar Sekunden vor mir ins Ziel kommen – allerdings hatten sie dann auch 2 Runden mehr als ich „im Kasten“. Aber auch ich war happy, denn ich hatte doch tatsächlich meinen ersten Ultralauf in 6:16 h mit sage und schreibe 53,7 km gefinisht! Nach einer kurzen Stärkung am Verpflegungsstand, Empfang von Gratulationen, Medaille und Urkunde sowie einem gemütlichen Auslauf im Anschluss, ging ein wunderschöner Lauftag mit einer ebenso wunderschönen , bereits tiefstehenden Sonne und einem gewissen Glücksgefühl zu Ende. Allen Ultraläufern und denen, die es werden wollen sei gesagt: Ein Start in Ellerdorf bei Familie Themm ist ein Muss und ein Genuss! Und natürlich – last but not least auch eine tolle Initiative, für einen guten Zweck, d.h. hier an das Ronald McDonald Haus in Kiel, tätig zu werden!
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Kaltenkirchen - 1. Helmut-Jung-Gedächtnis-Marathon am 18.10.2008 - eigener Laufbericht
Samstag Morgen gegen 9.30 h traf ich am Parkplatz der Holstentherme ein. Endlich einmal Heimvorteil ohne lange Anreise! Der Parkplatz war schon gut gefüllt, und gleichzeitig mit mir traf eine Hamburger Fahrgemeinschaft bestehend aus Christine Schroeder, Christian Hottas, und Michael Baß ein. Durch den Eingang des Freibades ging es zum Start-/Zielbereich, es herrschte reges Getümmel, viele Bekannte waren schon vor Ort, und es gab schon einige Schwätzchen, bevor ich endlich meine Startnummer, die 100, (hat keine läuferische Bedeutung!) abholen kontte. Gerade kurz noch Arne und seine Jungs begrüßt (Christiane war gerade nicht zu sehen), dann noch einem Läufer die Startnummer angesteckt und schon begrüßte Arne alle. Nach einer Gedenkminute für Helmut gab dessen Tochter Britta den Startschuss zum 1. Helmut-Jung-Gedächtnismarathon und schickte so ca. knapp 100 Marathonis, 100 Halbmarathonis sowie 10 Staffelln (mit insgesamt ca. 80 Teilnehmern) auf die anspruchsvolle Naturstrecke durch den Freizeitpark. Gleich ging es den ersten steilen Anstieg hinauf, und ich erinnerte mich noch einmal daran, dass ich schön „langsam“ (ja, ich weiß Arne, noch langsamer…?) laufen wollte. Also wurde der „Berg“ gehend erklommen. Dann mit Schwung den langen Weg bergab, bevor es noch einmal „halsbrecherisch“ nach oben Richtung Schützenheim ging, dort, wo im letzten Jahr der Start-/Zielbereich lag. Ich traf auf eine mir bis dahin unbekannte Läuferin aus Kaltenkirchen namens Sonja, und wir beschlossen spontan, eine Zeit lang gemeinsam zu laufen. Jetzt ging es ein Stück am Trimm-Dich-Pfad entlang über kleine, schmale Waldwege an die Autobahn A7, dort ein tückisches Stück, abfallend, sehr schmal, mit Wurzeln gespickt und durch ein Schild mit der Aufschrift „Achtung Cross!“ angekündigt. Diese Stolperfallen waren, vorbildlich, leuchtend rot markiert. Nach ein paar Kurven durch den Wald Richtung Tennishalle links hoch, an dem dieses Jahr neu angelegten „Schmetterlingsgarten“ vorbei, in dem es sogar noch bunt blühte, oberhalb des Sees entlang, bevor ein breiter, abfallender Weg richtig „Schwung“ gab für den jeweiligen Rundenschlussspurt. Schon lachte einem ein Schild mit dem Vermerk „Getränke 250 m“ mit einem 5-stöckigen Burger (???) entgegen, und während einem das Wasser im Munde zusammen lief, stand man plötzlich vor mehreren Gassen – oje, welche war denn nun die richtige? Links, Mitte, Rechts? Wir entschieden uns für die goldene Mitte! (Glück gehabt!). Unter dem Applaus des wirklich ausdauernden Publikums (während das Wetter für die Läufer perfekt war – schien es doch zum „Rumstehen“ recht frisch zu sein) und den aufmunternden Worten des Moderators gelangte man an den sehr aufmerksam betreuten Getränkestand, schlug einen Haken durch das Zielverpflegungs- und Aufenthaltszelt und schon rief der „Berg“ wieder. So liefen wir die ersten sieben Runden angeregt plaudernd und hielten auch so manches Pläuschchen mit vorüberziehenden oder überholten Mitstreitern. Als ein Bekannter von Sonja uns zurief, ihr sollt laufen, nicht reden, gaben wir zurück: nicht vergessen, Frauen können mehrere Sachen gleichzeitig… Das Wetter sollte nochmal erwähnt werden, es war für mein Empfinden wirklich sehr angenehm, kühl, etwas feuchte Luft aber dennoch trocken, der Wind war zwar auf den beiden freien Anhöhen zu spüren, wehte aber gerade auf dem Schlussstück immer sehr „sympathisch“ von hinten. Und auch die liebe Sonne kämpfte sich von Zeit zu Zeit unaufdringlich durch die Wolken. Nach knapp 7 Runden beschloss Sonja dann, es mal zu versuchen, noch „eins drauf zu legen“ während ich dachte, gut daran zu tun, die letzten 3 Runden „stressfrei“ anzugehen. Ich „schmiss“ meinen I-Pod an und schaffte es doch tatsächlich noch, den einen oder anderen Läufer bzw. Läuferin noch zu überholen, hatte Gelegenheit ein paar Worte mit Doris, Erika und Volker zu reden, mich ein paar Meter von „Helmut Zeitsprung“ ziehen zu lassen um dann nach 4:47:16 h (netto) über die Ziellinie zu laufen. Sehr überrascht war ich dann doch, als mir Arne dann eröffnete, dass er nun leider eben schon den 3. Platz der Frauen vergeben habe! So strahlte mir Sonja dann mit Blumenstrauß und Pokal entgegen, sie war 2 min. vor mir ins Ziel gekommen - hätte man das gewusst---! Na, ich freute mich für sie und auch für mich über dieses Ergebnis beim 3. Marathon in 16 Tagen und vor allem in diesem Gelände. Und genauso freute ich mich auf die nun folgende Massage, die wirklich ein Genuss war, vielen Dank nochmal an die beiden Mädels von der Massagepraxis Schönfeld! 
Fachfrauen-Gespräch über Massagen mit Christine Schroeder Leckerer Abschluss waren dann Nudeln mit Fleischsoße, ein spendiertes Bier und eine Stunde nettes Beisammensein im Kreise vieler netter Mitläufer, u. a. Doris, Mario, Christine, Christian und 2 Michaels. Übrigens hatte es inzwischen kurz geregnet, ich meine aber, alle Läufer dürften vorher das Ziel noch trocken erreicht haben. 
Arne, ein herzliches Dankeschön nochmals für die Super-Organisation und den unermüdlichen Einsatz von Dir, Deiner Familie und den vielen fleißigen Helfern!
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München - München Marathon am 12.10.2008 - eigener Laufbericht
Als Exil-Bayer (oder besser: Franke) stand der München-Marathon natürlich auf meiner Wunschliste, und ich freute mich, nach langer Zeit mal wieder einen Grund zu haben, in die bayerische Landeshauptstadt und die Hauptstadt des deutschen Fußballs (oho, das gibt bestimmt ein paar Kommentare) zu fahren! Am Sonntag Morgen strahlte die Sonne – im Gegensatz zum Samstag, da brauchte sie bis gegen Mittag, um sich durch den Hochnebel zu kämpfen – schon am frühen Morgen auf meinen Frühstückstisch im Hotel. Ichgenoss die Aussicht auf die Frauenkirche und den bayerisch-blauen Himmel – nur an dem feudalen Buffet konnte ich mich nicht wirklich gütlich tun – schade eigentlich… So machte ich mich mit einer Tasse Kaffee und einer halben Semmel im Bauch auf den Weg zum Olympiastadion. In sehr guter Zeit, nämlich 1 ½ Stunden vor dem Startschuss war ich schon am Olympiapark und genoss die herbstliche Idylle und Ruhe auf meinem Spaziergang zum Stadion. Noch waren nicht viele Leute unterwegs. Ich suchte mir einen Platz auf der sonnenbeschienen Seite der Arena zum Aufwärmen, denn der Oktobermorgen war schon recht frisch. An Klamottenablegen war noch nicht zu denken, doch andere waren schon fleißig am Cremen, Kleben und Ausziehen. Da ich gerade 3 Tage auf „Droge“ war (Antibiotika – nach dem herrlich schlammig-verregneten Einheitslauf in Öjendorf), hatte ich mir vorgenommen, sehr vorsichtig zu sein. Nach und nach füllte sich das Stadion, und irgendwann war es dann auch Zeit, den Kleiderbeutel abzugeben und sich auf den Weg zumStart zu machen. Die Sonne schien nach wie vor vom weiß-blauen Himmel, und erste Stimmen neben mir fingen an, darüber zu mosern, dass es doch ruhig hätte neblig sein können… (manchen Leuten kann man’s halt nie recht machen). Bald folgte der Startschuss – doch der war erst mal für die „A-Läufer“ und München-Hero-Teilnehmer. Gute 10 Minuten später kam auch die Gruppe derer dran, die den Marathon nicht unter 3:46 finishen „wollten“. Flockig locker ging es auf der Elisabethstraße an den Puls von Schwabing, die Leopoldstraße, die anderthalb Kilometer erst mal Richtung Odeonsplatz zu laufen war, dann gab es eine Kehre (die Hin- und Zurückstrecke nur mit kleinen, leicht zu überspringenden Hütchen getrennt und ohne Matte an der Kehre – oho!), und alles lief Richtung Norden, durch Altschwabing in den Englischen Garten in dem ca. 8 km gesammelt wurden. Etwa bei km 9 sah ich plötzlich einen Läufer und eine Läuferin mit einem Laufshirt „Kaltenkirchener Lauftreff“! Was für ein Zufall! Natürlich musste ich die beiden, zuerst etwas irritierten Leute ansprechen und schnell kamen wir gut ins Gespräch. Beide (Renate und Horst) kannten Helmut Jung sehr gut, Horst war viele Male mit Helmut gelaufen, u.a. auf Hawaii und Island. Natürlich musste ich ein Foto für die Presse schießen und freue mich auch, sie Samstag bei Helmuts Gedächtnislauf wieder zu sehen! Es war ein wundervoller Lauf durch den riesigen Park mit den vielen bunt gefärbten Laubbäumen. Auch nach dieser Etappe, als es nach Oberföhring ging, fragte ich mich so manches Mal, was dieser Lauf den eigentlich mit einem City-Marathon zu tun hat, es bestätigte sich wieder einmal, dass München ein Dorf ist (natürlich im positiven Sinn!) Moderner und citylike wurde es dann in Bogenhausen und Steinhausen, u. a. vorbei an dem imposanten Hochhaus des Süddeutschen Verlages mit seiner markanten Glasfassade. Hier hatten wir auch die Hälfte der Strecke geschafft. Weiter durch Haidhausen vorbei am Gasteig, Münchens Kultur- und Bildungszentrum Richtung Innenstadt am Isartor vorbei, ein erster „Spurt“ über den Marienplatz auf dem fleißig moderiert und Party gemacht wurde. Nach einer kleinen Runde von knapp 2 km durch kleine Einkaufstraßen (alles zu, leider, Sonntag!) vorbei an vielen Weißwurst essenden und Weizenbier trinkenden Touristen, dann nochmal über den Marienplatz, an der Oper vorbei, wo ich ein Stück von meinem Sohn Nick (5) begleitet wurde und auch einen Kameratausch vornehmen konnte (mein Speicher war voll), da sich da meine Familie einen Platz an der Sonne und der Weißwurstschüssel gesichert hatte. Nun passierte ich den Odeonsplatz und landete wieder auf der langen Geraden der Ludwigs- bzw. Leopoldstraße, wo bei km 4/32 noch immer unermüdlich die Blasmusi aufspielte. Dann hieß es nochmal ein paar Schleifen laufen um die Alte Pinakotek, die TU und die Glyptothek über den schönen Königsplatz und die Brienner Str., was dann auch mit 4 weiteren Kilometern zu Buche schlug. Dann waren’s nur noch 8, aber die haben es ja bekanntlich immer besonders in sich. Bemüht wurde sich auf der „Hammermeile“ kurz nach km 37 nochmal, die Stimmung der, na sagen wir mal „mittelgroßen“ Zuschauerschaft anzuheizen. Ich freute mich eigentlich auf km 38, denn da war ja alkoholfreies Weißbier versprochen worden – ich legte noch einen Extraspurt ein, um ein paar Schlückchen „in Ruhe“ genießen zu können. Leider gab es dort aber nicht nur fast kein Bier mehr, sondern auch keine Becher, und die paar stehenden Flaschen (also Bierflaschen) sahen nicht gerade einladend aus (wer weiß, wer vorher davon getrunken hatte). Ich hatte jedoch Glück, ein Helfer zauberte noch eine geschlossene Flasche aus einem Kasten, so dass ich doch noch ein bisschen angepriesene Energie tanken konnte. Die sollte dann auch halten, auf dem letzten, leider etwas toten Stück bis zum Olympiastadion. Endlich kam ich an das berühmte Marathontor, lief noch einmal neu motiviert (für die letzten 400 m) in das Stadion und gab alles (was noch drin war) auf der 400 m Bahn. 200 m vor dem Ziel musste ich dann noch schnell einen Läufer mit schubsen, der doch tatsächlich auf der Matte (km 42) stehengeblieben war, weil er meinte, schon fertig zu sein (ich erinnerte mich an meinen Berlinlauf vor 2 Jahren). Und schon war es geschafft – oder ich, oder beides, nach netto 4:54 h hatte ich fertig und bekam die schwer verdiente Medaille, Apfel, Brezn und einen Platz auf dem historischen Rasen, um die Atmosphäre noch ein paar Minuten zu genießen. Doch dann hieß es, die gefühlten 500 Stufen nach oben gen Massagezelt zu erklimmen - kurze Pause auf halber Höhe, natürlich nur, um nochmal die Stimmung im Bild einzufangen! Mein Resümee für diesen Lauf: ein wunderschönes Lauferlebnis bei bestem Herbstwetter, guter Organisation (bis auf die Bierbecher), kein typischer Citylauf und daher sicherlich auch nicht so überfüllt! Es lohnt sich allemal, München zu laufen!
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In memoriam Helmut Jung
Am 19.08.08 vor einem Jahr starb unser Freund und Laufkamerad Helmut Jung zusammen mit seiner Frau durch die Hand der eigenen , psychisch kranken Tochter. Besonders der Todestag erinnert mich wieder an Helmut, was für mich der Anlass ist, meine Gedanken hier aufzuschreiben. Ich denke noch bei vielen Gelegenheiten an ihn. Obwohl ich ihn nur ein gutes Jahr kennen durfte, haben wir doch sehr viele schöne Erlebnisse teilen können bei unseren gemeinsamen Fahrten zu diversen Marathons. Kennengelernt habe ich Helmut bei meiner Fahrt mit ihm und Arne zu meinem ersten Teichwiesen-Marathon (dem Einstieg in meine Marathon-Sammel-Karriere). Aber wir sind auch Läufe wie den Elbtunnel-Marathon, Kiel, Helgoland zusammen gelaufen - d.h. gelaufen eher getrennt, weil Helmut immer um einiges schneller war als ich. Ein sehr schönes Wochenende hatten wir (meine Familie) mit Helmut auf Helgoland anlässlich des Marathons im vergangenen Jahr, der da zum 10. Mal stattfand und Helmut u.a. für seine 10. Teilnahme geeehrt wurde. Wir hatten einen sehr schönen Abend zusammen. Auf unseren Fahrten sorgte Helmut immer für „das Tässchen Kaffee danach“, das uns herrlich mundete und Arne immer den Schweiß auf die Stirn trieb, wenn wir in seinem Auto unterwegs waren. Ich habe Helmut als besonders liebenswerten, fürsorglichen und fairen Menschen und Sportler kennengelernt, der immer für jeden ein offenes Ohr hatte und dessen Horizont weit über den der Laufwelt hinausging. Es gab kein Gesprächsthema, das man nicht mit ihm führen konnte. Oft, wenn ich „in den letzten Zügen“ vor dem Ziel lag, kam Helmut ein Stück entgegen, feuerte an, nahm mich im Ziel lobend und gratulierend in den Arm. Noch heute denke ich auch beim Laufen oft an Helmut, sehe ihn oft in Gedanken entgegenkommen, drahtig, jugendlich, mit Bürstenhaarschnitt (für alle, die ihn nicht kannten, Helmut war schon AK 70!), und nicht selten lässt mich ein Gedanke an ihn auf der Stecke wieder Kraft tanken für die manchmal nicht enden wollende Marathon-Distanz. Er wird mir immer in bester Erinnerung bleiben! Link zur Homepage des 100MC (mit Fotos von Helmut Jung sowie zusätzlichen Beiträgen von Arne Franck und Christian Hottas): http://www.100mc.de/bericht.html?&tx_ttnews[tt_news]=445&cHash=e8edbdb3bb
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Hamburg (Teichwiesen) - Claudia Erdmann Marathon am 09.07.2008 - eigener Laufbericht
Am Mittwoch stand mein um 3 Tage verlegter Geburtstagslauf an den Teichwiesen auf dem Programm. Im Gegensatz zum sonnigen Geburtstag, hatte sich das Wetter schon seit Montag auf gärtnerfreundlich umgestellt, und ich war sehr skeptisch, ob es denn nun zu einem Lauf oder einem Schwimm-Wettbewerb in Volksdorf kommen würde. Als ich Doris gegen 15.00 h zu Hause abholte, kam sie kaum aus ihrer Haustür, so strömte der Regen. Doch zuversichtlich fuhren wir los. Etwa 5 Minuten verspätet, also um 16.05 h, trafen wir an den Teichwiesen ein, und heute sollten wir doch tatsächlich die letzten am Start sein! 7 Männer standen bereits an Christians komplett aufgebauten Verpflegungsstand, und wir wurden von allen begrüßt, so wie mir gratuliert wurde. Die ersten Stücke meines wie versprochen mitgebrachten Käsekuchens wurden als „Injection“ von einigen verputzt (jetzt weiß ich, warum die so schnell waren); Sjoerds Freund, dessen Namen ich leider nicht weiß [Ronald Kwint], machte viele Fotos (sogar vom Kuchen!), und dann ging es zum Startpunkt. Und – huuch – es regnete gar nicht mehr, im Gegenteil, sogar die Sonne kam raus! So um halb fünf starteten wir – diesmal hieß es „ohne Wenden“ – und sofort zogen Mario, Sjoerd und Didi los. (Wollten sie sich das zweite Stück Kuchen im Ziel sichern?) Uwe, Christian, Rainer, Doris und ich starteten gemütlicher, und schließlich zogen zunächst Uwe und dann auch Doris und Christian von hinnen. Mein Coach Rainer, der mir zusicherte, auf jeden Fall mit mir zusammenzulaufen, auch wenn wir die Toleranzzeit ausnutzen müssten, und ich ließen es dann ganz gemütlich angehen. Eine leidige Sehnengeschichte am Fuß machte mir von Anfang an zu schaffen und ließ mich in ca. der 7. Runde auch fast aufgeben, hätte mich Rainer nicht überzeugt, dass man seinen Geburtstagslauf gar nicht abbrechen kann (zumindest, solange der Fuß nicht abfällt oder so). Also hieß es: Zähne zusammenbeißen, sich durch angeregte Gespräche ablenken, dass schöne (!!) Wetter genießen und alle „Anstiege“ gehen. Als wir ca. in der 10. Runde die Getränkestelle passierten, standen Erika und Peter da und hatten sogar Geschenke mitgebracht! (Der Elefant ist Talisman in meinem Auto, der später Verstärkung durch Christians Bär bekam, und Peters Piccolo hab ich erst mal auf Eis gelegt!). Peter schloss sich uns für eine Runde an, was weiterhin sehr zur Kurzweil beitrug und auch unsere Rundenzeit leicht verbesserte, - was wiederum meinen Coach aufhorchen ließ. Eine Runde war Peter denn auch genug, ich bin mir nicht sicher, ob er mit Erika noch ne Runde Kaffee und Kuchen eingelegt hat, aber Euer Besuch war sehr nett! Schließlich überrundeten uns dann auch noch Doris und Christian, was wir gelassen nahmen, musste Christian doch die Verpflegung, bis wir fertig waren, sichern und Doris mit mir nach Hause fahren (hihi). Als die beiden im Ziel waren (d. h. Christian, Doris musste kurz vor dem Zieleinlauf hahntechnisch noch etwas bummeln), kam Christian noch mit auf unsere letzten beiden Runden, was diese ebenfalls noch einmal etwas beschleunigen ließ. Da auch ich mir eine Wunschzielzeit ausgewählt hatte, bremsten wir auf der Zielgeraden noch und kamen (fast) entspannt an, bereit, die letzten Stückchen Kuchen und den Rest Kaffee zu genießen. Schließlich hatte die Dunkelheit die Teichwiesen bereit "umhüllt“, als wir Mädels gen Heimat fuhren. Trotz der bekannten Strapazen ein sehr schöner Nachmittag; vielen Dank allen, die dabei waren!
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