Laufen nicht nur sonntags...

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     Allgemeines
     Ergebnisse
     Eigene Laufberichte
     Persönliches

* Freunde
    manfred-hopp
    - mehr Freunde

* Links
     100 Marathon Club
     Christine Schroeder
     Manfred Hopp
     Teichwiesen-Marathons von Christian Hottas
     Sabine Winkler

* Letztes Feedback






Teichwiesen (# 607) – John Stith Pemberton Marathon am 08.07.2009 – eigener Laufbericht

Zwar waren seit dem anstrengenden Assens-Marathon nur  4 Tage vergangen, aber  trotzdem wollte ich gerne meinen Geburtstagslauf mit Kaffee und Kuchen bei Christian nicht ausfallen lassen. Man konnte die Sache ja auch ruhig angehen!

Also  fuhr ich nach der Zeugniskonferenz der  Klasse meines Sohnes  zur Entspannung (!!) gen Volksdorf.

Die bereits anwesenden Läufer – wieder mal eine Herrenrunde mit Michael, Klaus, Ole, Olli, Kurt und Christian – wollten wohl gerade zum Start gehen, als ich mit meiner Verpflegung um die Ecke fegte. So  konnte ich sie noch ein paar Minuten „beschäftigen“,  bis ich mich umgezogen hatte.

Und so ging es dann  noch etwas später los. Die Sonne schien  und die Stimmung war gut. Natürlich sortierten sich 3 m nach dem Start die Reihen – Michi, Ole und Olli stoben los, Klaus, erst etwas verhalten doch dann auch entschlossen, hinterher. So  blieb es Christian und mir überlassen, das Feld wieder einmal von hinten zu sichern – Kurt war auch schon unterwegs. Schnell kamen wir auf Christians 250-Meilen- Lauf Ende Juni in England zu sprechen, und das gab locker Stoff für die Halbmarathondistanz. Da ja nun Christian erzählte, konnte ich zuhören und hatte damit auch mehr „Luft“ zum Laufen…. Als wir 6 Runden hinter uns hatten, meinte ich im Augenwinkel  Olli schon im Ziel gesehen zu haben, was sich dann auch bestätigte, er hatte nur  die halbe Distanz gewählt.

Irgendwann gab es dann auch auf der ersten Hälfte den ersten, recht kräftigen Schauer – wie angekündigt, was jedoch durch die milden Temperaturen  und minimalem Wind eigentlich mehr eine angenehme Abkühlung als störend war. Daher wurden wir dann auch zunächst immer wieder schnell trocken und kühlten nicht aus.

Nach den ersten acht Runden  leerte Christian dann erst einmal seine Schuhe aus und machte nicht wirklich Anstalten, wieder zu mir aufzulaufen. Wir waren bis dahin ja auch relativ zügig gelaufen im Hinblick auf die „Nachwehen“ seines langen Laufes auf der Insel.

Also  dachte ich, irgendwie läuft das heute gut und zog mein Tempo etwas an. Bald ließ ich mich auch musikalisch begleiten, was mir nochmals mehr Schwung gab.

Beim  Passieren des V-Punktes meinte ich einmal Marco Otte mit Regenschirm gesichtet zu haben. Ich dachte  erst, was macht der hier denn mit einem Regenschirm? Später meinte ich, wohl eine Fatamorgana  gesehen zu haben…

Die Schauer wurden jetzt häufiger und waren immer Anlass, Gas zu geben, um die nächste, von Bäumen geschützte Passage zu erreichen.

Als ich noch 3 Runden vor mir hatte, kam mir plötzlich Uwe Weist mit Fotoapparat entgegen gelaufen – noch ein Zaungast am Mittwochabend! Doch ich war jetzt so gut im Rhythmus, dass ich zügig weiter lief. Bald sah ich Ole und Klaus vor mir und ich schloss zu den beiden auf. Ole war in seiner letzten Runde, Klaus in der vorletzten. So liefen wir ein Stück zusammen und dann im Gänsemarsch nah hintereinander her. Dies bescherte mir meine bis dahin schnellste Runde von 15:40  min. Und ich dachte, wenn Du  die Runde schnell laufen kannst, dann schaffst Du das auch mit den letzten beiden, die dann mit 16:01 min. und 14:47 min verbucht werden konnten.

Somit hatte ich schließlich nicht nur meine TW-Bestzeit von 4:37 h getoppt, was ich ja früh auf der zweiten Streckenhälfte geahnt hatte, sondern sogar noch unter 4 ½ Stunden gefinisht – ein tolles Ergebnis und quasi noch ein kleines, nachträgliches Geburtstagsgeschenk an mich selbst!

Im Ziel standen dann auch Uwe, Michael und Klaus, und wir klönten noch bei einer Tasse Kaffee und Kuchen,  und Uwe und ich machten noch ein paar Fotos (d.h. ich wollte noch welche machen, aber der Akku….). Als dann der nächste Schauer runter kam, flüchteten Klaus und Uwe.

Nachdem ich die letzten Stückchen Kuchen für Christian, der noch auf der Strecke war, verstaut hatte, und ich, ziemlich durchnässt, nun auch zu frieren begann, brach ich zusammen mit Michael auf, der, wie Ole und wie immer mit dem Fahrrad da war, und kam kurz nach 22.00 h sehr zufrieden wieder zu Hause an.

Wieder einmal ein schöner Kaffeeklatsch mit Laufeinlage an den Teichwiesen!

10.7.09 02:16


Werbung


Assens / DEN - Mjölner Marathon am 04.07.2009 - eigener Laufbericht

Mein erster Auslandseinsatz

siehe: http://100mc.de/bericht.html?&tx_ttnews[tt_news]=780&cHash=e7ffd40110

Die deutschen Teilnehmer in Assens

Eines vorweg: ich habe einen Neuen – und ich bin hin und weg. Er heißt Carl, wie mein Opa, (oder auch Charly ) und bringt Chantal mit in die Beziehung.

Und am Samstag hatte ich dann die Gelegenheit, die beiden einigen Lauffreunden vorzustellen. Merkwürdigerweise waren die Männer mehr von Carl fasziniert – er  kommt aus der Audi-Familie - , als von Chantal (die übrigens eine Cousine  meiner früheren Gefährtin Charlotte ist!).  Sie fragten mich nach PS und Maschine, doch da konnte ich nicht wirklich Auskunft geben, dagegen  war es mir ein leichtes,  Werner davon überzeugen, dass eine Sitzheizung hinten auch ganz toll ist, und Sven verguckte sich, glaube ich, ein bisschen ins „Panoramaschiebedach“. Während Klaus einerseits meinte, ich führe zu schnell und andererseits wohl gerne gewusst hätte, wie schnell Carl denn fahren könnte,  wenn ich ihm wirklich lange Zügel lassen würde. Meine Beifahrerin Kerstin indes freundete sich mit Chantal an, die uns den Weg zu unserem Fahrziel erklären sollte.

Also zurück zum Anfang: Anlass unseres konspirativen Treffens am Samstag gegen 6.00 h morgens auf einem Parkplatz in Kaltenkirchen war unsere Teilnahme am Assens-Marathon auf der schönen dänischen Insel Fynen, von dem Arne mir schon vorschwärmt, seit ich ihn kenne. So war es nun an der Zeit, einerseits zu prüfen, ob Arnes Schwärmerei berechtigt ist, andererseits endlich auch mal einen Marathon im Ausland  zu laufen. Somit war es auch eine Premiere für mich als auch für Uli Niehuß, der im zweiten Teamwagen, gesteuert von Hiren und verstärkt durch Arne, Rita und Mario, an den Start ging.

Da ich zur Feier des Tages ein Bierchen ausgeben wollte, hatte ich extra eine elektrische Kühltasche mitgenommen, die zwar unheimlich viel Platz im Kofferraum einnahm, jedoch leider nicht sonderlich gut kühlte…. Aber trotzdem konnte alles Gepäck incl. einer weiteren Kühltasche der Familie  B. aus G. untergebracht werden und die Fahrt dann auch beginnen.

Trotz regem „Bettenwechselverkehr“ Richtung Dänemark kamen wir schnell voran und erreichten nach gut 2 ½ Stunden Fahrt die Ausfahrt „Assens“. Nun gab in dieser Kommune wohl 3 x den „Stadionvej“ – zumindest behauptete Chantal das,  so dass wir erst einmal eine kleine Sightseeing- Tour durch  2 der 3 Stadionvejs machten bevor wir  am „richtigen“ Stadion landeten.

Gerade vor uns war Wagen 2 eingetroffen, und bei lauen 25°C  um kurz vor 9.00 h kramten wir unsere Sachen zusammen, der eine oder andere frühstückte noch was (danke für das Brötchen, Hiren, sonst wäre ich bestimmt verhungert!), bevor wir uns bei Michael Nielsens  Orgateam meldeten.

Schnell füllte sich das Stadion (mit schwarzer Aschenbahn!) mit halben und ganzen Marathonis. Wir trafen Peter Wieneke  und seine Frau sowie kurz danach Horst Preisler und Hajo.  Arne führte Interessierte in seiner Funktion als  Wanderführer zu den fiesen Anstiegen, die gleich hinter dem Stadion auf uns lauerten…

Ich ersparte mir den Anblick vorerst und dachte, ich würde die Schikanen schon noch früh  genug kennenlernen.

Nach einer kurzen Begrüßung  und einigen Infos von Michael sowie einigen Worten von Claus Christensen auf Deutsch fiel der Startschuss (10.00 h), bei dem es schon etwas mehr als 25°C gehabt haben dürfte.

Wir liefen aus dem Stadion erst einmal ein Stück auf einem schön schattigen Weg, bevor wir an einer Straße nach rechts abbogen und einen idyllischen Teich fast umrundeten. Bis auf den Abschnitt an der Straße war auch hier angenehmer Schatten.

Nach dieser Passage überquerten wir eine kleine Straße und mussten eine erste, gemeine Steigung  nehmen, um gleich oben nach links zu drehen und den Hügel, wieder hinunter zu laufen (oder zu gehen, da der Pfad sehr schmal und zum Ende hin auch sehr sandig war). Dann ging es wieder um eine Straßenecke hinein in nächste Gebüsch, hinter dem die nächste, diesmal noch anspruchsvollere Herausforderung lag.

Ein sehr langer und steiler Anstieg, den ich konsequent alle 8 Runden, die zu absolvieren waren um auf 42,195 km zu kommen,  hinauf ging. Oben angekommen, ging es entlang einer Schafweide (Arne fragte mich nach dem Lauf: wo waren denn da Schafe – erste Anzeichen dafür, dass er seinen Tunnelblick wieder bekommt) immer noch bergan.

Doch diesmal in der prallen Sonne. Die armen Schafe hatten auch nur noch völlig verbranntes Gras auf ihrer Weide  - wohl eine  exklusive Südhanglage.. Und schon ging es wieder bergab und durch das nächste Wohngebiet, wieder auf leicht ansteigender Straße, die dann ab der 3. oder 4. Runde noch ein Anwohner mit seinem Wohnwagen blockierte, zum nächsten Geheimweg, der nach einigen 100 Metern wieder hinunter, an Tennisplätzen vorbei Richtung Stadion führte. Kurz vor dem Stadion ging es aber dann schon wieder bergan, und dort gab es auch einen Verpflegungspunkt, an dem es aber leider nur Wasser, Banane und Kuchen gab.

So notdürftig gestärkt kam dann – wie soll es anders sein – das nächste „Uphill“, diesmal durch Wald und über Wurzeln – Rennsteigfeeling kam auf. Als auch das geschafft war, ging es über eine sonnenbeschienene Wiese, und nach einem kurzen Stück auf  einem asphaltierten Feldweg wieder nach links  rin in die Kartoffeln, nein auf den nächsten Wildwechselpfad. Hier verpasste ich auch die Abzweigung in der 2. Runde und lief ein ganzes Stück gerade aus, bis ich auf einem Campingplatz landete, den ich in der ersten Runde nicht gesehen hatte...

Das letzte Stück ging auf schattigem Weg an einem Bach entlang, dann noch ein letzter kurzer, aber stark mit Wurzeln gespickter Anstieg und man kam durch das Hintertor ins Stadion. Auf den ca. 200 m durch das Stadion waren dann auch VP 2 (diesmal mit Saft, Wasser, verdünntem (igitt!) Cola, Banane und Kuchen) sowie die Rundenzähler.

Diese Geschichte war dann wie gesagt insgesamt 8 x zu absolvieren. Leider hatte ich vergessen, meinen I-Pod  „anzulegen“ (der lag im Auto), und es gab auch irgendwie nicht wirklich einen Gesprächspartner (wobei bei diesem Strapazen und der Hitze noch zu reden sowieso auf die Dauer schwierig geworden wäre). 

In Runde 3 näherte ich mich überraschend Werner, konnte aber schon von hinten sehen, dass er irgendwie verletzt sein musste. Nach seiner Aussage hatte er Probleme im linken Oberschenkel und sein Gesichtsausdruck war diesmal eindeutig   ein „tut weh“ und kein „lächelst du“! 

Kurz darauf konnte ich dann auch Rita grüßen, die leicht fluchte und meinte, sie könne „diesen Hügel nicht noch 4 x rauf“. Ich meinte nur: „Geh langsam, dann schaffst Du’s auch 10 x“, und sie bestätigte dann später, dass dieser Spruch von mir sie davor bewahrt hatte aufzugeben…

In der zweiten Hälfte hatte ich dann die Ehre, unseren Clubvorsitzenden Hajo zu passieren, der zwar sichtlich noch im Aufbau nach seiner Verletzung ist und auch wohl unter der Hitze litt, aber auch schon wieder mal eben 2 Maras  an einem Wochenende läuft!

Peter und Horst durfte ich dann noch in der vorletzten Runde zum Fotografieren überholen, sie liefen beide sehr entspannt.

Ach, hatte ich erwähnt, dass mich Ex-Rennschnecke Arne in Runde 3 – im Schlepptau von Vagn, dem Allermöhte-Triple-Marathon-Finisher, versägt hat? Die Jungs in Wagen 2 hatten ihn wohl die ganze Fahrt sehr heiß gemacht, dass er doch das Kaltenkirchener  Duell gewinnen und er seine Quote 100:1 halten müsse (was bedeutet das eigentlich? Naja, ich hatte soweit  kein Problem damit, hoffte aber dennoch, dass er nicht nochmal vorbeikommen würde, was er dann auch nicht tat. Der junge, dynamische Aua-Sven rief mir noch irgendwann zu: „der Arne bricht sowieso bald ein“, aber der hielt sich doch erstaunlich gut – seine Lieblingsstrecke ließ ungeahnte bzw. längst vergessene Kräfte in ihm wachsen! (Superzeit  Arne, Glückwunsch!)

In der 6. Runde begann es leicht zu „grummeln“, und ich bekam große Bedenken, ob ich den Lauf würde beenden können, ohne ins Gewitter zu kommen. Ich überlegte mir schon, wo ich mich unterstellen könnte oder ob ich abbrechen sollte, jedoch blieb es beim Donnern in der Ferne und der gewitterschwülen Luft, das Gewitter ging wohl dann 20 km weiter weg  nieder – Gott sei Dank!

In den letzten beiden Runden hatte ich dann doch noch meinen I-Pod (Kerstin hatte ihn mir aus dem Auto geholt), und dank ihr und Hiren hatte ich dann jeweils eine Flasche mit ordentlichem Getränk dabei.

So kam ich dann doch noch in meinem von mir gesetzten Limit von „Sub-5“ , nach 4:56:17 h ins Ziel.

Nach einer wunderbar warmen und ausgiebigen Dusche  saßen wir noch gemütlich im Ziel und beklatschten die verbliebenen Läufer auf der Strecke. Wir genossen das (halb-)kühle Erdinger in Gläsern mit Licht! (Marios Augen strahlten! – So ein Glas hat er wohl noch nicht in seiner Sammlung), es gab Würstchen und Steaks vom Grill sowie Nudelsalat von Kerstin und Eierlikör-Kokos-Kuchen von mir.

Afterrunparty - ein bisschen wie bei den Galliern, nur ohne Wildschwein

Michael und sein Team waren mit dem Abbau schon weit fortgeschritten, als wir uns dann auch aufrafften, die Heimfahrt anzutreten.

Mit superguter Stimmung im Auto (bis auf die Sticheleien zwischen den Jungs auf den billigen Plätzen) fuhren wir gen Flensburg, stoppten dann aber noch bei Mc Doof, wo wir, gemeinsam mit der Besatzung von Wagen 2, der etwas später das Zwischenziel erreichte, noch eine kleine Stärkung nahmen – danke an Sven, der das Dinner für Wagen 1 schmiss!

Gegen 20.30 h hatte uns dann Kaltenkirchen wieder, und Kerstin übernahm die weitere  Betreuung der Jungs alleine. Ich wünschte ihr noch viel Glück und gute Nerven…

Resümee: ein wunderschöner „Ausflug“, eine tolle  Premiere im Ausland in netter Gesellschaft – unbedingt zu wiederholen!

10.7.09 02:13


Teichwiesen (# 588) – George Clooney Marathon am 06.05.2009 – eigener Laufbericht

Am Mittwoch wachte ich schon früh morgens auf und hörte Sturm und Regen toben – super, dachte ich, passt ja, wenn Du an den Teichwiesen Deinen letzten Trainingslauf vor dem Projekt Rennsteig machen möchtest! Aber ich hatte ja auch den Wetterbericht am Abend vorher gesehen und verließ mich darauf, dass für den Nachmittag 6 Stunden Sonne vorhergesagt waren.

Gut 1 ¼ Stunden vor dem offiziellen Starttermin machte ich mich denn auch auf den Weg und kam – zur Abwechslung via A7 und Ring 3 (oder ist es Ring 2? – kann gerade nicht nachschauen, da die Telekom mal wieder an meinem Internetzugang herum werkelt) viiieel zu früh (ca. 15:45 h) an den Teichwiesen an. Also packte ich meine „Ausrüstung“ und suchte mir ein sonniges (ja, die Sonne war tatsächlich genauso frühzeitig wie ich vor Ort!) Plätzchen auf den Stufen oberhalb unserer Verpflegungsstelle und harrte der Starter, die da kämen.

Zunächst tauchten Klaus und Rainer auf und kurz darauf auch noch Werner, und so sortierten wir gemeinsam das Laufweltgeschehen im Allgemeinen und unser aller nächste größere Herausforderung, den Rennsteiglauf am 16.05.,  im Besonderen. Sind doch alle Teilnehmer des George-Clooney-Marathons auch  Protagonisten des Klassikers in Thüringen – drei davon gar Ersttäter! Klaus gab sogar Zeitprognosen aus, immer die Zeit des einen dem anderen zugeflüstert, mal sehen, ob er mit seinen Einschätzungen richtig liegt. Ich für meinen Teil habe mir eigentlich nur das Ziel gesetzt, innerhalb der vorgeschriebenen Zeit anzukommen und sonst auf 72,9 km die wunderbare Natur im Thüringer Wald zu genießen (und sicherlich auch zu dokumentieren).

Schließlich hörten wir ein verheißungsvolles Autotürschlagen, und tatsächlich tauchte Christian im Limit der bei Ärzten üblichen Wartezeit von 30 min. auf. Schnell wurde der Campingtisch aufgebaut, der Tee angerührt sowie Kaffee und Kuchen bereit gestellt, und so begannen wir den „Lauf“ mit einer gemütlichen Kaffeeklatschrunde zu Ehren von Christians  (und vielleicht ja auch ein bisschen George Clooneys) Geburtstag. Ein Läufer kam vorbei und schaute etwas verwundert, als er uns so schwatzend, schmatzend und schlürfend herumstehen sah, hatte er doch gefragt, ob das hier der Mittwochsmarathon sei.  Unser Angebot, sich auch zu bedienen, lehnte er dankend ab und zog von dannen, um seine Tempoeinheiten durchzuziehen (wir trafen ihn später noch ein paarmal).

Gut gestärkt traten wir dann den Weg zu unserem Startpunkt an, einige Jungs sprangen in gewohnter Manier nochmal in die Büsche, und dann konnten wir endlich starten. Es sollte diesmal gewendet werden – mal eine Abwechslung, nachdem ich bei den letzten Läufen an den Teichwiesen immer zur „Durchlaufversion“ gestartet war (die ich auch eigentlich angenehmer finde). Bis auf Werner liefen wir das erste Stück zu Viert – wahrscheinlich musste Werner noch ein bisschen „klar Schiff“ zu Hause machen, bevor seine Kerstin aus dem Mädelsurlaub zurückkommt… 

Doch nach der ersten Runde startete auch Klaus etwas mehr durch. Da Christian die Sache wohl noch gemütlicher angehen wollte, als wir, liefen Rainer und ich denn wieder einmal zu zweit allein unsere Runden.

Das Wetter war wie bereits angedeutet superschön geworden, und besonders die Stunde vor dem Sonnenuntergang, es mochte nach etwa 3 Stunden Laufzeit gewesen sein, brachte eine traumhaft schöne Stimmung– während der (fast) Vollmond bereits am blauen – beinahe wolkenfreien – Himmel im Osten stand, warf die Sonne vom Westen aus die Teichwiesen in sagenhaft goldenes Licht. Auch Familie Graugans schien die Abendstunde auf dem See zu genießen…

Lediglich wenige Spaziergänger waren unterwegs (wahrscheinlich hatten viele den Tag als Schlechtwettertag abgehakt), was das Laufen noch entspannter machte.

Trainingsplan war ein 5-Stunden-Lauf, irgendwann fing Coach Rainer dann ein bisschen zu „nöhlen“ an, von wegen, keine Lust mehr und so. Meine „vielseitigen Themenvorschläge zur Motivation“ machte er immer wieder nach einer Weile zunichte, schien er doch zu denken: Wenn hier einer motiviert oder „psychologiert“ dann ich!

Da hatte Mann sich wohl am Wochenende beim Halbmarathon denn doch vielleicht etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt …

Na, jedenfalls ging es mir bei dem Lauf blendend, was ich sicherlich nicht von jedem Marathonlauf sagen kann, und wäre die Dunkelheit nicht dazwischen gekommen, hätte ich vielleicht auch noch 2 Runden mit Christian dran gehängt. Aber so war ich froh, Rainer trotz allem Maulen doch noch ins Ziel gebracht zu haben, beließ es auch bei 4:51:55 h, lief noch eine Extratour, weil ich am Auto merkte, dass ich meine Kuchenplatte vergessen hatte, zum Verpflegungspunkt zurück, und kam so kurz nach 22.30 h zu Hause an (mit Auto und Kuchenplatte).

Nun bleibt genug Zeit für ein wenig Regeneration vor dem Supermarathon und ich freue mich schon darauf, viele „Gelbhemden“ und sonstige Lauffreunde zwischen Eisenach und Schmiedefeld zu sehen und hoffentlich nach dem Lauf diesen gemeinsam zu feiern!

Kaltenkirchen, 7.05.09

11.5.09 03:13


M/U # 57 - Hamburg (Teichwiesen) - Johanna König Marathon am 27.03.2009 - eigener Laufbericht

Generalprobe des Aprilwetters zum Clementine-Marathon am 27.03.09 an den Teichwiesen

Am Freitag, den 23.03. fuhr ich mit Schnee, Hagel und Sonnenschein wieder einmal Richtung Teichwiesen – etwas genervt, da die Fahrt merkwürdigerweise (?) doppelt so lang dauerte wie an einem Sonntag… Rushhour in Hamburg, und  ich hoffe nur, dass das rote Licht, das ich an einer Ampel gesehen habe, über die ich aus Versehen gerade noch so drüber gerutscht bin, tatsächlich nur das rote Ampellicht war…

Nerv, nerv ging weiter, denn ich kam nicht wie gewünscht an die Teichwiesen ran. Wohl hatte ich am Sonntag was von „ab 23.03……“ gelesen, dachte aber, da der Linksabbieger, der mich über den Volksdorfer Weg und den Waldweg den langen Weg  um die Teichwiesen hätte bringen können, völlig überlastet war, der  „kürzere“  sei auch der schnellere Weg. Aber ich hatte nicht mit den Hamburger Baubehörden gerechnet, die hatten am 23. tatsächlich Ernst gemacht und „meine“ Zufahrt gesperrt. So irrte Claudia Clever im Wohngebiet irgendwo in der Nähe zu den Teichwiesen rum. Als ich Charlotte zu Rate ziehen wollte, schwieg sie mich nur beleidigt an – sollte ihr vielleicht   mal gut zureden. Doch glücklicher Weise  traf ich noch eine nette Anwohnerin, die mir einen „Schleichweg“ zum Waldweg zeigte.

Mit leichter Verspätung  und  schlechtem Gewissen kam  ich (hatte Christian den Start auf meine Bitte hin doch um eine Stunde vorgelegt!)  dann doch noch „Beim Großen Teich“ an  (als ich an „Auf dem Pfahl“ vorbeifuhr, wo Christian immer parkt, war noch kein Auto zu sehen) und traf dort auf Purna Samarpan sowie Rainer, der als Tagesnachmelder aufschlug. Wir warteten  noch ein wenig und empfingen dann Kurt, der wieder einmal den weiten Weg an die Teichwiesen gefunden hatte und (schon wieder!) seine  Frau im Auto sitzen gelassen hatte (das endete letztes Mal mit einer leeren Batterie!)!

Kurz darauf kam auch uns Christian an, ebenfalls etwas gestresst, jedoch schien er den Stress mit der Ankunft bewältigt zu haben, und wir begaben uns, nachdem wir gemeinsam den Verpflegungstisch aufgebaut und ausgerüstet hatten, zum Startpunkt in Übersee.

Pünktlich zum Start kam dann noch der Segen von ganz oben in Form eines kurzen Graupel(?)-Schauers, dann konnte es los gehen. Anfangs liefen wir noch als 5er-Gruppe zusammen (Christine hatte übrigens aufgrund von Diplomatengeschäften bei Christian abgesagt), doch schon nach dem Auftaktstück teilten wir uns auf, Purna, Rainer und ich übernahmen den Spähdienst, Christian und Kurt sicherten von hinten.

Wir waren sehr zügig unterwegs (zumindest für meine Verhältnisse, Purna war ja am Sonntag noch sub-4 gelaufen, Rainer vor gut einer Woche 5 1/2 Stunden), doch wir alle waren uns einig, dass wir so viele Runden wie möglich noch im Tageslicht bewältigen wollten. Zwischendurch jammerten die Jungs mal, aber es hilft ja nichts, wenn man in ordentlicher Zeit fertig werden will! Außerdem sollte Purna noch per Fahrrad und Bahn bis Kiel an diesem Abend, um am folgenden Tag den Kiel-Holtenau-Geländemarathon zu laufen – da mussten wir uns ganz einfach etwas sputen. (Wir kannten schließlich die Öffnungszeiten des Pizzaladens am Bahnhof nicht!)

Es war eine wunderschöne Abendstimmung an den Teichen und das Pensum an Niederschlag, das runter kommen sollte, war wohl mit unserem Start erledigt gewesen. So kamen wir, bis auf die letzten ca. 3 ½ Runden, noch ohne Stirnlampen aus, dann wurde es (noch!) etwas anstrengender, weil man gut Acht geben musste, wo man seine Füße hinsetzte. Doch es lief alles sehr kurzweilig, harmonisch und gleichmäßig, so dass wir nach einer ersten Hälfte von 2:15  h (2:18 minus halbes Auftaktstück 5:45) unsere zweite Hälfte in 2:22  h meisterten, und so meine neue persönliche Bestzeit an den Teichwiesen, eine 4:37:24 einfahren konnten. (Jipiii!)

So kam Purna in guter Zeit zum Zug und zum Pizzaladen, Rainer schnell in trockene Klamotten und ich zu den Geburtstagsvorbereitungen für meinen kleinen Augenstern Nick, der morgen (ich korrigiere, heute) 6 Jahre alt wird.

Und nicht nur wir waren schnell, auch Christian und Kurt waren mit 5:04 h nur knapp über 5 Stunden unterwegs, und so kam es, dass Christian, einmal schon in Schwung, auch gleich noch die Urkunden und Ergebnislisten des Tages versandte, und das noch „Sub-Mitternacht“! Wenn das nicht schnell ist…!

28.3.09 02:48


M/U # 57 - Hamburg (Teichwiesen) - Johanna König Marathon am 27.03.2009

4:37:24 h - 1. Gesamt - 1. Frau - 1. W45 - zusammen mit Rainer Pufahl und Purna-Samarpan Querhammer

Link zur Ergebnisliste:

http://teichwiesen.myblog.de/teichwiesen/art/6360379/Teichwiesen-571-Johanna-Konig-Marathon-am-27-03-2009-Ergebnisse

Link zum Veranstalterbericht:

http://teichwiesen.myblog.de/teichwiesen/art/6360835/FEM-283-Teichwiesen-571-Johanna-Konig-Marathon-am-27-03-2009-Ergebnisbericht

Johanna König-Hock, bekannt als Johanna König, deutsche Schauspielerin, Tänzerin und Werbe-Ikone, * 27. 03. 1921 Leipzig; † 03. 03. 2009 Berlin, bekannt als Klementine in der Waschmittel-Werbung.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_König_(Schauspielerin)

28.3.09 02:40


M/U # 56 - Hamburg (Teichwiesen) - Andrew Lloyd-Webber Marathon am 22.03.2009 - eigener Laufbericht

Alternative  zum Sonntag- Nachmittagskaffee: Ein Lauf an den Teichwiesen. Der Sir Andrew-Lloyd-Webber-Marathon am 22.03.09

 

Werner schon wieder am Tanzen – diesmal Limbo?

Eigentlich eine sehr schöne Startzeit, am Sonntagmittag um 13.00 h. Man hat noch einen entspannten Vormittag, kann in Ruhe frühstücken, die Morgennebel haben sich lange gelichtet und die abendliche Dunkelheit ist noch eine gute Marathonzeit entfernt. Nicht zu vergessen der Kalorienverbrauch statt  deren „Input“ in Form von Sonntagskuchen an einem solchen Tag.

Also beschloss ich, mich in den Genuss dieser Veranstaltung zu bringen. Etwas knapp fuhr ich los. Der einzige Nachteil an der Startzeit ist nämlich folgender:  im Gegensatz zu einem Sonntagmorgen vor 9.00 h, sind nach 12.00 h schon relativ viele Sonntagsfahrer unterwegs, die es nicht so eilig haben wie zu spät gestartete Marathonläufer…

Aber Punkt 13.00 h traf ich am Ort des Geschehens ein – trotz der immer noch widrigen Umstände betreffend der Zufahrtswege zu den Teichwiesen, da die Siel-Arbeiten, die schon sehr lange andauern, und die Anfahrt immer sehr spannend machen, weiterhin irritieren.

Mehr Teilnehmer als gemeldet (ich meine 12 Menschen und ein Hund) standen schon am Treffpunkt, und Christian – dessen Auto ich auch schon bei meiner Anfahrt gesichtet hatte – war schon dabei, die Startgelder zu kassieren.

Windstärke 6, wie an Christines Haaren abzulesen ist.

Und dann ging es dann auch alsbald los zum Startpunkt auf der gegenüberliegenden Seite des großen Teichs. Meine Uhr zeigt 13.18 h, als die „Meute“ los tobte.

Die Schnellen waren dann auch schnell außer Sichtweite, kamen aber dann 3 mal zur Überrundung vorbei, von Mal zu Mal schweigsamer, besonders Werner, der zuletzt nur noch die Hand an den Rücken hielt und doch ein leicht schmerzverzehrtes Lächeln schenkte.

Auch Oliver Scheer hielt sich nicht lange auf, und so kam es, dass er heute, anstatt so schöne Fotos wie in Öjendorf und im Elbtunnel zu schießen, lieber selbst einmal das Heft in die Hand nahm und das Rennen für sich entschied – in den letzten Runden angefeuert von Frau und Sonnemann, dem kleinen Tigerentenrocker. (Zielzeit so um die 3 ¾ Stunden – siehe Christians Ergebnisliste!)

Schließlich war Purna Samarpan Querhammer, mein Laufkamerad vom letzten Teichwiesenlauf, diesmal sehr schnell unterwegs. Er machte es übrigens leicht, seine Überrundungen zu zählen, indem er in jeder ungeraden Überholrunde mit Mütze vorbeiflitzte, in der (einzigen) geraden dann ohne Kopfbedeckung. Kam er doch diesmal über eine Stunde schneller als letzthin ins Ziel!

Ich lief das Auftaktstück sowie die erste Runde mit Christine, die  sich dann jedoch, ebenso wie Christian, der bis dahin auch recht schnell unterwegs war, etwas zurückfallen ließ. So stieß ich auf Hartmut Feldmann, der dieses Jahr noch keine Sub-5-Zeit verbuchen konnte, und wir liefen bis Mitte der  12. Runde gemeinsam, was mir wieder einmal sehr viele interessante Einblicke in die Ultra- und 24-Stunden-Läufe gab (hier machte er mir die 100 km von Biel besonders schmackhaft) sowie  spannende Eindrücke über die Philippinen. Ultrajörg lief zu uns auf und zeigte sich in sehr guter Form, seine Vorbereitung auf den Transeuropalauf scheint glänzend zu  funktionieren.

Für eine ganze Reihe von Runden  hatten wir Peter Wieneke und Kurt Gormanns (hoffentlich habt Ihr Euer Auto wieder gestartet bekommen!)  überholt, was sie uns jedoch dann in Runde 10 oder 11 wieder „heimzahlten“ und davonzogen.

Schön zu sehen, war, dass unser Ultrakanzler wieder laufen kann, er hatte die Woche schon seinen Arzt verblüfft, als er fit wie ein Gummiball vor ihm auf und ab sprang  und so sein o.k. fürs Laufen  einholte. Ich versuchte, ihn mit meinem  „Toronto Volunteer“-Käppi zu lotsen, doch er kam auch alleine gut zurecht.

In der 12. Runde wurde Hartmut dann von einem kleinen „Wadenbeißer“ (Terrier, glaube ich) attackiert, dem wohl Hartmuts rote Jacke nicht gefiel – Jörgs“ blau“ sowie mein“ grün“ blieben unbehelligt… Kurz darauf entleerte  ich dann meinen Schuh – hatte sich einiges angesammelt – und fortan zog ich meine verbleibenden Runden alleine mit meinem I-Pod. War auch gut so, da mir so langsam irgendwie die „Luft“ ausging. Hartmut finishte dann übrigens in 4:43 h, also eine halbe Stunde besser als seine Bestzeit 2009 – ich freue mich, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte!

Ebenfalls in Runde 12 zogen die anderen beiden Frauen, Rosi und Sina an mir vorbei, die dann nicht mehr zu sehen waren, als ich das Ziel erreichte. Kurz vor Beginn meiner vorletzten Runde  kam ich dann noch an Christine und  Christian vorbei, die jedoch  ins Gespräch vertieft liefen.

Die Strecke war nicht zu überlaufen für einen Sonntagnachmittag; scheinbar hielt doch viele der starke Wind davon ab, eine Runde um die Teiche zu drehen. Die Sonne zeigte sich auch immer wieder einmal kurz, kam aber nicht wirklich gegen die Wolken an, aus denen es in meinen letzten Runden auch noch leicht nieselte. An einigen Stellen sah ich Schneeglöckchen und auch Sträucher (Weiden?)  in einem wunderschön leuchtenden Rotton waren immer wieder an verschiedenen Stellen zu  sehen, der Frühling ist also doch „auf leisen Pfoten“  unterwegs!

Als ich mich dem Ziel näherte, beschloss ich, statt wieder eine 4:50 h wie letztes Mal zu laufen, lieber ein paar Sekündchen  zu „traben“, und so kam ich zu einer Punklandung und Hahn/Weber-Zeit von 4:51.00 h, gerade noch rechtzeitig, bevor der Regen etwas kräftiger wurde.

23.3.09 22:40


M/U # 56 - Hamburg (Teichwiesen) - Andrew Baron Lloyd-Webber Marathon am 22.03.2009

4:51:00 h - um 7 °C, böig, zuletzt Niesel - 11. Ges. - 2. Frau - 1. W45 - erst mit Hartmut Feldmann, dann solo

Link zur Ergebnisliste:

http://teichwiesen.myblog.de/teichwiesen/art/6355135/Teichwiesen-569-Andrew-Baron-Lloyd-Webber-Marathon-am-22-03-2009-Ergebnisse

Link zum Veranstalterbericht:

http://teichwiesen.myblog.de/teichwiesen/art/6355363/FEM-281-Teichwiesen-569-Andrew-Baron-Lloyd-Webber-Marathon-am-22-03-2009-Ergebnisbericht

Link zum Bericht des "Altkanzlers":

http://www.100mc.de/bericht.html?&tx_ttnews[tt_news]=656&cHash=7885931f3f

Lord Andrew Baron Lloyd-Webber of Sydmonton, britischer Komponist, * 22. 3. 1948 Westminster; erreichte große Erfolge mit den Musicals „Jesus Christ Superstar“ 1970; „Evita“ 1978; „Cats“ 1981; „Starlight Express“ 1984; „Das Phantom der Oper“ 1986; „Sunset Boulevard“ 1993; „The Beautiful Game“ 2000; „The Woman in White“ 2004; ferner 2 Filmmusiken und ein Requiem.

23.3.09 14:36


M/U # 55 - Hamburg (Öjendorfer Park) - Frühlings-Marathon am 14.03.2009 - eigener Laufbericht

Wieder einmal rief der Öjendorfer See, und es wurde nach 3 Wochen Marathon-Abstinenz seit dem Lü-Ha-Fun-Run nun auch wirklich Zeit, die verbliebene Ausdauer zu testen!

Die Zeichen standen gut, die Wettervorhersage klang nach einem Hauch von Frühling  und so brachte mich mein Autolein, das den Weg zum Bruhnrögenredder schon ganz alleine weiß, schwungvoll auf den Parkplatz vor dem Startpunkt – fast schon ein wenig zu übereifrig, denn es kam erst so halb auf einem Baumstumpf zum Stehen…. Gott sei Dank hat man ja nette Parkplatznachbarn, die  mit reiner Muskelkraft alles wieder in die rechten Bahnen bringen! ;-)

Leicht zweifelnd, ob er denn auch schmecken würde, lieferte ich meinen Kuchen bei Rita und Christa ab – hatte ich doch irgendwie noch einen Becher mit Zutaten  übrig gehabt, als der Kuchen so kurz nach 7.00 h schon im Ofen war! Na, man würde sehen…

Nach Startnummernabholung und diversen „Hallos“ ging es auch schon los – doch nicht bevor Lothar und Arne noch organisatorische Informationen und läuferische Tageshighlights  gegeben bzw. erläutert hatten  (Christel Kunzes 100. sowie Volker Boldts 1.  - und – wie ich hinterher erst mit bekam- Hans-Jürgen Lange s 50.  und Rosi von Kocemba s sogar schon n 555.(!) Marathon/Ultra!) – Herzlichen Glückwunsch an alle „Jubilare“!

Die Stimmung war super, das Wetter zeigte sich wie angekündigt sehr frühlingshaft – einige Läufer waren dementsprechend auch schon in etwas leichterer Bekleidung angetreten. Ich wiederum war froh, doch Handschuhe und Stirnband dabei zu haben, besonders meine Hände wurden immer sofort kalt, sobald ich die Handschuhe mal auszog (Sven P. meinte, ich solle doch einfach schneller laufen – meinte er vielleicht auf Händen????)!

Die ersten Runden lief ich gemeinsam mit Erika , und wir ordneten gemeinsam die Lage der Welt im Großen wie im Kleinen. Bald schloss Marianne zu uns auf und wir kamen auf den Elbtunnelmarathon 2007 zu sprechen; dort hatte ich Marianne das erste Mal getroffen. Wir waren damals gemeinsam gestartet, doch ich hatte sich dann sofort aus den Augen verloren, und so erfuhr ich nun 2 Jahre später, dass dieser Elbtunnellauf für sie ein schwarzer Tag gewesen war, da sie sich im Tunnel einen Achillessehnenriss zugezogen hatte, der sie lange beschäftigt hat…   

Auch Frank Lomott lief ein Stück im Gleichschritt mit uns, und es gelang mir, ihn gemeinsam mit seiner Frau Heike zusammen abzulichten.

Nach einem Verpflegungsstopp zerschlug sich unser Trio jedoch und so zog ich alleine weiter und genoss – noch ohne I-Pod – die Frühlingsstimmung  in der wunderbaren Natur auf, an und um den See. Viele Hunde waren schon wieder unterwegs, von denen mich einer, ich meine es war ein blitzschneller Windhund, mich fast zu Fall gebracht hatte, aber eben nur fast….

Ein paar Mal kam ich an Manfred H. vorbei, bekannterweise  großer HSV-Fan, und outete mich ihm gegenüber als Bayernfan, er sprach aber trotzdem noch mit mir! Und,  Manfred: „Ist ja alles im grünen Bereich, HSV und Bayern jetzt, am Sonntag Abend,  punktgleich und Seite an Seite wie wir gestern! Vielleicht sollten wir jedes Mal vor den Spielen einen Marathon laufen, dann gewinnen die ja vielleicht immer!

Auch Christine S., Günter H. und Helmut B. traf ich das eine oder andere Mal, die diesmal ohne Christian H. , der Christiansö unsicher machte, also nicht als vier- sondern nur als dreiblättriges Kleeblatt, unterwegs waren. Aber Christine strahlte sowieso für zwei, so erholt sah sie aus nach ihrem „Trainingslager“ bei den - Zitat Schneggi – „üblen Diven“ (so übel scheinen die also gar nicht zu sein!).

Dann näherte sich mir von hinten ein dynamischer Dreier bestehend aus der rot-gelb-grünen (Ampel?-)Koalition Olliver W., Michael B. und Marco O. Auf meine Frage, ob das das versprochene Hoch aus dem Süden sei,  protestierte Herr W. jedoch vehement – er sei Hamburger und bliebe es! Und noch im Vorüberrauschen  rief er: „I‘ll be back“ !  (Na, wolle mer mal sehe, ob se den Hesse wieder rei lasse!) J

Kurz darauf – ca. 500 m vor Rundenende - Rufe von hinten, die nur von Werner B. und Peter K. stammen konnten. Schon preschten sie heran, ich konnte sie gerade noch in die Kamera bannen und schon zogen sie  nach Rundenende wieder davon….Dachte ich zumindest, aber nein, einmal versägen reichte ja nicht! Gingen die doch beide in die Büsche, nur um nochmals grinsend an mir vorbei zu ziehen – Machos, Machos…!

Schließlich hatte ich noch eine sehr nette Runde mit Bob Headrick, der aus der Nähe von Chicago stammt, sehr gut deutsch spricht, und demnächst laufend Wien erkunden möchte – good luck!

Hatten Erika, Marianne und ich festgestellt, dass Sylvia nicht angetreten war, so kam ich ins Grübeln, ob denn schon eine Frau vor mir Richtung Ziel unterwegs sei. Ich traf noch auf Rosi und Sina, war mir aber nicht sicher, ob ich sie überrundet hatte oder nur zu ihnen aufgelaufen war. Also lief ich so zügig wie noch möglich meine letzten beiden Runden und kam nach 4:24:41 h denn doch tatsächlich als erstes Mädel ins Ziel – kurz zuvor konnte ich sogar noch zwei oder drei müde Männer überholen…! So wurde auch mein „Schnapszahl“ Lauf besonders belohnt!

Kurz vor dem Ziel kam mir übrigens noch Harald P. entgegen. Auf mein Zurufen: „Harald, falsch rum!“ Meinte er nur, er müsse jetzt nochmals alles rückwärts laufen – hää???  Später meinte er, als er mir einiges über Gemüseanbau verriet (wieder ein sehr lehrreicher Tag!!!), dass er nur eine Extrarunde  gelaufen war, da er am Sonntag  Morgen wohl keine Zeit haben werde … (Ich hatte heute wohl Zeit, aber überhaupt keine Lust…!)

Ennos Sohnemann Paul und ich durften dann noch den kleinen Alpaka-Jungen mit Möhrenstückchen füttern, der sich im Kreise von uns Läufern und unserem Verpflegungsstand sichtlich wohl fühlte - siehe auch Arnes Bericht.

Model Enno zeigte den neuesten Mustermix der Frühjahrskollektion (welches Jahr war das noch??)

Auch erfuhr ich dann noch von dem einen oder der anderen, welche Laufjubiläen in 2009 noch wann erreicht werden sollen (da kommen noch so einige 100er auf uns zu!).

Nach Stärkung am – wie immer – gut bestückten Verpflegungsstand und weiteren netten Gesprächen trat ich dann die Heimfahrt an. Das Wetter hatte super gehalten, auf der Rückfahrt zeigte die Temperatur 13,5 °C (!) Und erst als ich zu Hause war, begann es – zumindest in Kaltenkirchen – zu regnen – wenn das kein perfektes Timing war!

Ach ja, vermisst habe ich ja – wie viele andere – auch den Dönerkanzler (Ich hatte doch zum ersten Mal mein Toronto-Käppi auf!), aber der hat sich, wie wir  von Jörg erfuhren und inzwischen auch lesen konnten, im Zuge seiner diplomatischen Dienstreise zur Pflege der deutsch-türkischen Freundschaft in Antalya beim Stufensteigen (nicht beim Laufen!) eine Blessur zugezogen, die hoffentlich bis zu zum 4.04. wieder geheilt sein wird! Denn dann wollen wir uns alle wieder an Ritas Café  am  See treffen,  um Lothars Geburtstagsmarathon zu feiern!!!!

Bis dahin vielen Dank an alle, die diesen Lauf wieder zum guten Gelingen geführt haben!

Carla und Claudi

19.3.09 12:45


16.3.09 20:30


M/U # 54 - U # 1 - Lübeck => Hamburg - LüHa Fun Run (75 km) am 25.02.2009 - eigener Laufbericht

Lü-Ha-Fun Run 75 Kilometer von Lübeck nach Hamburg – durch Eis und Schnee (?)

Die Nacht war kurz, nicht nur, weil ich schon kurz nach 4.00 h aufgestanden, auch weil ich erst sehr spät eingeschlafen und (vor Aufregung?) mehrmals aufgewacht war. Schon vor einer Woche hatte ich einen „Albtraum“, in dem ich zu diesem Lauf ohne Laufschuhe und –klamotten gekommen war, und verzweifelt nach Ersatz suchte, während alle anderen bereits startklar waren…

Na, schnell aus dem Bett, bevor ich Gefahr lief, wieder einzuschlafen  (kurzzeitig hatte ich ja erwogen, doch noch ne Stunde Schlaf drauf zu legen und dann mit dem Auto Nach Lübeck statt nach Hamburg zu fahren...). Aber HH war nun die eindeutig praktischere Variante  und so kam ich – bestens vorbereitet, da alle Laufsachen schon vorsorglich am Abend vorher (!) bereit gelegt worden waren – kurz nach 5.00 h aus dem Haus.

Mit meiner schwindsüchtigen Freundin Charlotte (=meine oft falsch interpretierte Navi) kam ich – wie gewöhnlich nach einem leichten Umweg – um 5.45 h (statt wie geplant um 5.40 h) an der schönen Aussicht Nr. 39 (= Zielpunkt des Laufes) an und bekam einen 1-A-Parkplatz genau gegenüber dem Ruderclub  Hansa.

Ein richtiger Ultra-Läufer (wie Mario z.B.) geht dann ja noch – oder läuft wohl eher! – zu Fuß zum Hauptbahnhof, sprich Treffpunkt derer, die mit dem Bus nach Lübeck fahren wollten;  ich als Null (Erklärung weiter unten) begnügte mich dann doch mit einer gemütlichen Taxifahrt – der Taxifahrer wartete bereits auf mich.

Als ich gegen 5:50 h in der Wandelhalle des Bahnhofs ankam, standen dort schon zahlreiche Läufer, und Schek kee Lo rief soeben die Namen auf –  also just in time.

Nachdem alles abgecheckt war, ging es zum Bus und alle bekamen noch einmal die Chance zu einem kleinen Schlafnachschlag, zur Meditation, zum kleinen Frühstück, zum läuferischen Erfahrungsaustausch oder sonstigem. Eine junge Läuferin, deren Namen hier aus Gründen der Diskretion nicht genannt werden soll, erzählte mir, dass sie sich in der Uhrzeit geirrt hatte, sie stand schon um 4 am Bahnhof und rief dann Schek Lee Lo besorgt an, als um 5 h immer noch niemand von uns zu sehen war… (Nein, Arne, das war nicht ich, bei mir ist das eher so ein Wochentagproblem!). Sie war um kurz nach 6.00 h schon ziemlich müde, finishte dann aber später in einer super  Zeit!

Aber auch ich hatte im Vorweg ein paar überflüssige  Fragen gestellt, die man  durch aufmerksames Lesen der Ausschreibung  gar nicht gehabt haben bräuchte -  also Mädels, einfach wieder mal ein bisschen mehr lesen!

Gegen 7.00 h erreichten wir das Gelände der Sportanlage Phönix in Lübeck, wo uns Rita und Lothar schon mit Tee, Kaffee, Kuchen, etc. erwarteten. Nach und nach trafen auch die Nicht-Busfahrer ein, und Schek Kee begann mit dem Ausgeben der Startunterlagen.

Meinulf, Werner und ich packten unsere Start-Nr. (oder besser Namensschilder) verschämt unter unsere Laufjacken – stand bei uns doch „Erfolgreiche Teilnahmen:0“ (Welch Diskriminierung!)

Bald standen wir am Start und bekamen die letzten Instruktionen von Schek Kee, dann ein gemeinsamer Count-down und gut 50 Läufer , von den schon einige ungeduldig ihre Hufe gescharrt hatten, stoben los. Doch zunächst gezwungener Maßen noch verhalten, sollte der Lauf durch die Stadt doch ein Gemeinschaftslauf sein und von Sylvia Rehn bis an den Elbe-Lübeck-Kanal geführt werden. Sogar zwei Fahnenträger wurden mit Werner Burmeister und Ole Sporleder aufgeboten! Einige aufgeschreckte hanseatische Frühaufsteher blickten beeindruckt auf die „Meute“. Doch die Stadt war fast menschenleer, lediglich das erhabene Läuten der Domglocken begleitete  uns.

Kurz darauf war das Holstentor erreicht, vor dem das obligatorische Gruppenfoto sowie das eine oder andere „private Erinnerungsbild“ geschossen wurde.

Und schon ging es weiter gen Hamburg und endlich wurde auch nach Erreichen des Kanals der Lauf frei gegeben.

Die Temperatur war mild, zunächst kaum Wind und es war leicht dunstig. Eine  wunderschöne , stille vorfrühlingshafte Morgenstimmung , Vogelzwitschern. Nur vereinzelt sah man einsame Hundehalter mit Ihren Tieren, am Kanal putzte und plusterte sich ein Reiher (oder ähnliches!), den Dieter Merker zunächst nicht für echt gehalten hatte, da er zunächst völlig still auf deinem Holzpfosten gestanden hatte.

Der Weg  führte am Kanal und Bächen entlang und hatte durch den weichen Untergrund doch gleichzeitig noch dünnen Eisüberzügen an einzelnen Stellen, wie zum Beispiel einigen Baumstämmen, über die wir balancierten,  um nicht im Schlammboden zu versinken,  durchaus Crosslaufqualität und forderte Konzentration, wollte man hier nicht schon ein vorzeitiges „Aus“ riskieren.

Hatte man anfangs noch die Möglichkeit, hier und da ein Pläuschchen im Überholen bzw. Überholt-Werden zu halten, verlief sich die Gruppe bald und man traf nur noch hie und da auf „Kollegen“, meist natürlich an den VPs. Apropos VPs: diese waren vom Start in Lübeck über die Streckenpunkte 12,3 km (Krummenesse), 22,2 km (Kastorf), 29,8 km (Sandesneben), 42,2 km (Lütjensee),  53,5 km (Braak), 60,0 km (Rahlstedt), 67,8 km (Wandsbek) sowie im Ziel allesamt liebevoll betreut. Die vielen

lieben, fröhlichen Helfer sorgten dafür, dass keiner vergaß, sich in die „Passierliste“ einzutragen, versorgten uns mit Tee, Brühe, Cola, Wasser, belegten Broten, und allerlei Knabberein und hatten für jeden ein aufmunterndes Wort.

Ich glaube, dass wir durch die längsten Dörfer Schleswig-Holsteins gekommen sind (das allerlängste davon heißt Lütjensee – gefühlte 20 km lang!) und natürlich lag der jeweilige Verpflegungspunkt immer mehr am Orts-„Hinter“-Ausgang!

Eine ziemliche Prüfung  war für mich persönlich die Etappe von Lütjensee bis  „hoch“ nach Braak (das wohl  mit die höchste Erhebung in Schleswieg-Holstein sein dürfte ;-) Und kaum hatte man einen Anstieg bewältig, t kam schon der nächste. Ich fragte auch Rainer, meinen  „Coach“, der mir versprochen hatte, den Lauf mit mir gemeinsam durchzuziehen (oder mich durchzuziehen?) und der schon „Erfolgreiche Teilnahmen: 6“ auf seiner Start-Nr. stehen hatte, ob wir den Berg nicht gerade schon mal rauf gelaufen seien, aber es gab wohl da einige „Mehrlingsberge“, die sich aneinander reihten und meinen Oberschenkeln das Laufen zu r Qual machten.

Trotz Erreichen des Marathonpunktes Lütjensee innerhalb des aufgegebenen Limits von 5 Stunden war ich sehr im Zweifel, ob ich es bis zur nächsten Hansestadt schaffen würde, aber da Lothar mir das versichert hatte und ich ihn auch nicht enttäuschen wollte J, gab es da eigentlich nichts zu überlegen.

Irgendwo zwischen den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Storman in einem „Bergdorf“ fanden wir auch noch etwas Eis und Schnee, die ja auch Mottos des Laufes sind…

Doch jedem Tief folgt ja bekanntlich wieder ein Hoch und so sahen wir nach Stunden endlich ein rotes Schild mit einer 3-türmigen Burg näher kommen, oder besser: wir näherten uns dem Schild, auf dem „Freie und Hansestadt Hamburg“ stand (km 57)!

Über schlecht instand gehaltene Gehwege und durch nicht gerade den schönsten Stadtteil (zumindest an der Laufstrecke!) kamen wir schließlich zum VP bei km 60 und danach endlich wieder auf Parkwege und ländlich idyllisch anmutende Streckenabschnitte, wo ich wieder richtig Spaß am Laufen bekam, ja sogar vorherige Schmerzen verblasten, und ich kam wieder zu Kräften (was hatten die mir da nur in Rahlstedt in die Brühe getan?)

Voller Vorfreude spurteten wir auf Tills VP zu, der aber irgendwie doch auf sich warten ließ (war auch einen km später als gedacht). Endlich dort angekommen, nahmen wir uns gerade Zeit für einen Becher Cola und ein paar Kräckern,  bevor wir die „Verfolgung“ von Hartmut, Erika und Peter, die wohl einen Moment länger bei Till verweilt hatten, aufnahmen.

Das Wetter hatte uns auf dem Weg auch alles gegeben, was im Wetterbericht angekündigt worden war - von Sprühregen über auffrischenden Wind bis zum Sonnenschein, den ich Gott sei Dank noch in der ARD gefunden hatte.  Insgesamt war ich sehr zufrieden mit der Wahl meiner Regenjacke, Mütze und Handschuhe [in Lübeck hatte ich noch Angst, ich hätte mich zu warm angezogen].

Na, jedenfalls wurde die Alster immer breiter und  schließlich gelangten wir an eine sehr befahrene Straße. Rainer war gerade wieder einmal in den Büschen verschwunden, Hartmut ein paar Meter (zuviel) vor mir. Ich schlug den Weg nach links entlang der großen Straße ein und war in Gedanken versunken (versuchte mich abzulenken und nicht auf den Anstieg zu denken), als ich plötzlich mit lauten „Claudia!“-Rufen aus meinen Gedanken gerissen wurde. Links und rechts der Straße standen die Männer und verhinderten, dass ich  statt an der Außenalster in  Vettel landete. (Die ganze Strecke forderte übrigens immer wieder die volle Aufmerksamkeit, da oft – und insbesondere in Hamburg –plötzlich abgebogen werden musste ,und die Flatterbänder teilweise  nicht gleich zu erkennen waren. Eine spannende Schnitzeljagt!) Also schnell zurück und wieder der Alster entlang – schon konnte ich den Heinrich-Hertz-Turm hinter der Außenalster erkennen, das Wasser der Alster übrigens ganz schön wellig.

Alsdann ging es – inzwischen mit der obligatorischen Schlussspurt-Mukke im Ohr – an  vielen Sonntagsspaziergängern vorbei, die  auf Hamburgs Alsterpromenade flanierten. Die Gewissheit, dem Ziel jetzt ganz nah zu sein, gab noch mal alles an Energie frei, was sich noch so in meinem Körper versteckt hatte, und so kamen wir in respektablem Tempo vor dem Ruderclub an. Schon wollte ich die Arme hochreißen und in Jubel ausbrechen, da sah ich Lothar und Shek Kee wild gestikulierend winken - hören konnte ich sie nicht so recht - und verstand, dass noch eine Ehrenrunde zum Sammeln der letzten Meter durch den Garten des Clubs zu absolvieren war.

Doch auch das warf mich nicht mehr um und so konnte ich nach 9 Stunden und laut Lothar 2 min. meinen ersten großen Ultra-Lauf erfolgreich beenden. Begrüßt wurde man im Ziel mit einer Blumenkette sowie Glückwünschen von Schek Kee und Lothar (und natürlich den anderen Läufern, die schon im Ziel waren und dort rum standen).

Durch den fröhlich prostenden Werner animiert, ließ ich mir gleich ein leckeres Glas Weizenbier schmecken bevor ich mich dann doch recht zügig in die wunderbar warme Dusche des Ruderclubs begab.

Wieder einigermaßen „in Stand gesetzt“ ging es dann zum gemütlichen Teil des Tages – dem gemeinsamen Abendessen sowie der Urkundenüberreichung.

Dieter meinte, es sei doch mal ganz interessant, die Läufer „in zivil“ zu sehen.  Wir standen am Buffet an, wo es von Nudeln mit verschiedenen Soßen über Hühnerfrikassé mit  Reis,  bis zu Salat und Gemüse sicherlich für jeden etwas Leckeres gab.

Nach der „Speisung“ ging es dann an die Urkundenübergabe durch Schek Kee Lo und seine Tochter, die jedem noch einen Glückskeks überreichte. Laut Schek Kee gab es 21 „Ersttäter“, davon 7 Frauen.

Nach einigen netten Gesprächen mit diversen Läufern und Begleitpersonen (die arme Kerstin Biermann war etwas unglücklich, hätte sie doch auch laufen wollen und konnte durch ihre Verletzung noch nicht!)  – endlich konnte man auch mal mit Rita und Lothar gemütlich an einem Tisch sitzen und in Ruhe reden – ging der Lauftag kurz nach 20.00 h  zu Ende. Ich war froh, dass mich mein Auto vor der Türe erwartete und Charlotte mich ohne weitere Umschweife sicher nach Hause lotste.

Mein Fazit für diesen Tag: ein tolles Erlebnis, ein liebevoll arrangiertes Ereignis und eine Distanz, die man (bzw. Claudia) nicht  oft aber doch das eine oder andere Mal wagen sollte. Vielen Dank an alle, die diesen Tag so gelungen machten!

26.2.09 02:21


M/U # 54 - U # 1 - Lübeck => Hamburg - LüHa Fun Run (75 km) am 25.02.2009

erfolgreicher Finisher in 9:02 h (kein Wettkampf, demnach keine Platzierungen)

Link zum Veranstalterbericht:

http://www.100mc.de/bericht.html?&tx_ttnews[tt_news]=627&cHash=97d2d26f42

26.2.09 00:10


M/U # 53 - Hamburg (Teichwiesen) - Galileo Galilei Marathon am 15.02.2009

4:50:51 h - 2. Ges. - 1. Frau - 1. W45 - um 0 °C, geschlossene Schneedecke, die zunehmend antaute und weicher wurde - zusammen mit Purna-Samarpan Querhammer

Link zur Ergebnisliste:

http://teichwiesen.myblog.de/teichwiesen/art/6286963/Teichwiesen-565-Galileo-Galilei-Marathon-am-15-02-2009-Ergebnisse

Link zum Veranstalterbericht:

http://teichwiesen.myblog.de/teichwiesen/art/6287191/FEM-277-Teichwiesen-565-Galileo-Galilei-Marathon-am-15-02-2009-Ergebnisbericht

Galileo Galilei, italienischer Mathematiker, Physiker und Astronom, * 15. 2. 1564 Pisa, † 8. 1. 1642 Arcetri bei Florenz; Begründer der modernen, auf Erfahrung und Experiment beruhenden Naturwissenschaft und Symbolgestalt des Kampfes um ein wissenschaftliches Weltbild.
1581-85 studierte Galilei in Pisa Medizin, danach in Florenz Mathematik. 1589-92 war er Lektor in Pisa, 1592-1610 Prof. in Padua und ab 1610 Hofmathematiker in Florenz.
Durch seine Experimente schuf Galilei die Grundlagen der klassischen Mechanik. So formulierte er bereits als Student das Gesetz der Schwingungsdauer des Pendels und konstruierte eine hydrostatische Waage zur Bestimmung spezifischer Gewichte. In Padua leitete er 1589 in reinen Gedankenexperimenten die Fallgesetze her. Dort erfand er u. a. auch den Proportionalzirkel und nutzte die Konstanz kleiner Pendelschwingungen zur Zeitmessung aus. Mit dem 1609 von ihm gebauten Fernrohr entdeckte er z. B. die Mondberge, die vier hellsten Jupitermonde, die Sonnenflecken und die Phasenwechsel von Venus und Merkur.
1615 geriet er wegen seines Bekenntnisses zum heliozentrischen Weltsystem des  Kopernikus mit der römischen Kirche in Konflikt, die ihn im Jahr darauf zum Schweigen verurteilte. 1626-30 entstand seine Schrift „Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme, das Ptolemäische und das Kopernikanische“, in der er erneut die Richtigkeit des heliozentrischen Weltbildes zu beweisen suchte. Wegen Ungehorsams und Ketzerei angeklagt, widerrief er 1633 in Rom vor dem Inquisitionsgericht. Dass er seinen Widerruf mit den Worten „Eppur si muove“ [„Und sie (die Erde) bewegt sich doch!“] zurückgenommen habe, ist Legende.
Galilei blieb bis zu seinem Tod als Gefangener der Inquisition unter Hausarrest. Ein letztes Werk zur Mechanik erschien 1638 in Leiden. Erst im Jahr 1992, 350 Jahre nach seinem Tod, wurde Galilei von Papst Johannes Paul II. rehabilitiert.

16.2.09 00:11


M/U # 52 - Hamburg (Teichwiesen) - Manfred Krug Marathon am 08.02.2009

4:52:45 h - 14. Ges. - 1. Frau - 1. W45 - 0-2 °C, aufgeweichte Wege, aber kein Regen

erster Doppeldecker, und dies gleich mit zwei Frauen-Siegen!

Link zur Ergebnisliste:

http://teichwiesen.myblog.de/teichwiesen/art/6275563/Teichwiesen-563-Manfred-Krug-Marathon-am-08-02-2009-Ergebnisse

Link zum Veranstalterbericht:

http://teichwiesen.myblog.de/teichwiesen/art/6276019/FEM-275-Teichwiesen-563-Manfred-Krug-Marathon-am-08-02-2009-Ergebnisbericht

Manfred Krug, deutscher Filmschauspieler und Sänger, * 8. 2. 1937 Duisburg; über viele Jahre einer der meistbeschäftigten Film-, Fernseh- und Unterhaltungskünstler der DDR; 1977 Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. Filme: „Spur der Steine“ 1966; „Die Faust in der Tasche“ 1979; „Fantasten“ 1979. Zahlreiche Fernsehrollen: „Auf Achse“, „Tatort“, „Liebling Kreuzberg“. Erinnerungen: „Abgehauen. Ein Mitschnitt und ein Tagebuch“ 1996.

8.2.09 22:18


M/U # 51 - Hamburg (Öjendorfer Park) - Schnee- und Eis-Marathon am 07.02.2009 - eigener Laufbericht

Lothars Marathonveranstaltungen um den Öjendorfer See sind ja längst schon ein Highlight in meinem Läuferleben geworden, nicht zuletzt bestätigt durch die Tatsache, dass ich  dort stets meine PB verbessern kann .

Der besondere Charme des Events neben der gegebenen Naturschönheit ist sicherlich die liebevolle Organisation, angefangen bei der Vorbereitung, dem „Ranschaffen“ der Aussteuer und Verpflegung (wie ich hörte, hat hier Till seine Hände auch ganz schön im Spiel gehabt!) sowie die Verköstigung (um nicht zu sagen die Verwöhnung) durch Rita und „ihr Team“.  Aber auch die administrative bzw. technische Abteilung, derzeit in den Händen von Lothar, Till, Mario und  Arne,  ist bei weitem nicht selbstverständlich und ich finde es toll, was die Jungs auf der grünen Wiese so alles an technischer Raffinesse auffahren! (Diesmal kamen sie sogar ohne Heizung aus – die Freude darüber, dass es mit dem Scanner so gut klappte, wärmte wohl genug!)

Mein minikleiner Beitrag  ist mein – möglichst morgens noch frisch gebackener – Kuchen, den ich auch diesmal gerne wieder beisteuern wollte. Jedoch hatte ich, wie schon beim Elbtunnellauf, mal wieder Probleme mit der Technik – wenn’s diesmal auch nur der Wecker war, der zwar pünktlich klingelte, jedoch leider eine halbe Stunde zu spät ging... Aber bekanntlich läuft vieles unter leichtem (bis mittelschweren) Druck besser, und so schaffte ich im Zeitfenster von 7.00 h bis 8.50 h doch das Aufstehen, Duschen, Frühstücken, Kuchenbacken, Taschepacken (könnte man auch abends machen?), von-Kaki-nach-Öjendorf–Fahren und den-Hamburger-Fernsehturm-in-Nebelschwaden-Bewundern. Schon mal mein ganz persönlicher Morgenmarathon…

Die Vorteile des späten Eintreffens liegen auf der Hand: keine Schlange an der Startnummern-Ausgabe, noch heißer Kuchen auf dem Blech, man friert sich nicht kalt. Nachteile: Man hört vor lauter  Begrüßung aller Läuferfreunde  Lothar und Hajo nicht zu, und erfährt so erst irgendwann auf der Strecke, was die Sanitäter und das Flatterband an der Strecke bzw. im Start/Zielbereich bedeuten.

Teilschuld am Nichtzuhören hatte Jobst von P’lombini (seines Zeichens nicht etwa Zahnharzt sondern adeliger – und hoffentlich auch sehr schlauer  -  Lateinlehrer, der am Montag Jörg Pilawa um einige 1000 Euro erleichtern wollte (Jobst, bitte dringend mitteilen, wann gesendet wird!) … und dem ich am Prenzlauer Berg mal aus der Klemme geholfen habe. Er begrüßte mich mit „Hallo,  Karla Kolumna!“ (Muss wohl einen Bericht von mir gelesen haben). Ebenso wechselte  ich noch ein paar Worte  mit Claus Christensen  von der dänischen Laufdelegation.

Schon war der Startschuss gefallen und ich machte mich mit Frank Berka und Enno Kerbel auf den Weg. Da auch Jörg König neben uns her trabte, war das Gespräch schnell beim Transeuropalauf und es wurde u. a. erörtert, auf welchen Teilstrecken man denn Jörg und seine Mitstreiter – wie z. B. auch Sturmvogel Sigrid – begleiten könnte. (Infos unter www.transeurope-footrace.org)

Hans-Jürgen Lange war anfangs ebenso mit von der Partie, wollte aber eigentlich die erste Hälfte walken – er musste sich wohl noch von seiner Geburtstagsfeier im alten Elbtunnel erholen (zu viel Elbwasser geschluckt?) – Ich erwischte ihn dann aber schon auf einer der ersten 6 Runden beim Laufen!

Das Wetter war zunächst sehr angenehm, die Luft klar, die Eisplatten auf den Wegpfützen knackten unter den Schuhen, und auf dem See waren Eisschollen zu sehen, zwischen denen Enten und Schwäne  ihre Bahnen zogen. Auch die Sonne tat ihr bestes und lieferte sich ein spannendes Duell  mit einer  Wolkenfront.

Keinen Zweikampf sondern gut gelaunte Eintracht vermittelten Sven Peemüller und ein fröhliches Endorphin in Gestalt von Dirk Wandschneider aus Henstedt-Ulzburg  (Öjendorf-Rookie, wie Christian Hottas sagen würde), solange sie gemeinsam an mir vorbei zogen. Das änderte sich jedoch später, als sie getrennt liefen, da sahen sie beide nicht mehr so entspannt aus, doch spätestens im Ziel beim zünftigen Paulaner-Mineralstofflieferanten hatte das Glück sie wieder eingeholt und vereint.

Über diverse Gesundheitsfragen bot sich die Gelegenheit mit Peter Wieneke, der durch seine Augen-OP leicht gebremst war,  zu sprechen sowie mit Helmut Rosieka, der doch tatsächlich mal meinte, heute bist Du mir aber zu schnell (!), und Günther Antoni, mit dem ich die Vorzüge von IBU 600 erörterte… (Läuft das eigentlich schon unter Doping?)

Am Verpflegungsstand hatte ich diesmal fast den Verdacht, dass Meinulf, Rita und Christa  die Verpflegung auf Provisionsbasis gegen Barzahlung feilboten, so leidenschaftlich priesen sie ihre Leckereien an. Und Lothar schien einen Vertrag mit einem Pharmakonzern  abgeschlossen zu haben: was er nicht alles an Pillen und Tablettchen in seinem Bauchladen hatte! (Die Pillen waren nicht blau, nein, weiß  -  und dem Geschmack nach wohl Salztabletten und Traubenzucker.)  Gunla und Frank wiederum sorgten für allzeit warmen Tee und kühle Cola – und das alles ohne Zwang und Kochlöffel!

Als ich Erika Köhn traf, die mit  Walther Radlof lief, fragte ich sie nach ihrem Bruder Peter und Familie, die sonst immer Stammgäste am See sind. Wie Erika erzählte, hatten sie eine sonnigere Alternative für die Tage gewählt, nämlich einen Urlaub auf einer der kanarischen Inseln (war es Fuerte oder Lanzarote…?) Auch Hirendra Kurani gesellte sich noch zu uns und erzählte von einem weiteren sonnigen Ziel, sprich seiner Heimat Indien. Er hatte gerade die Erfahrung gemacht, wie unangenehm für die Gesundheit so ein abrupter Klimawechsel sein kann, so hatte er sich doch nach der Rückkehr von seinem 100. In Mumbai hier eine üble Erkältung eingefangen.

Stundenlang im Einsatz in seiner neuen Marathondisziplin, dem Fotografieren, war unser „vereinseigener“ Paparazzo Arne, der unermüdlich alles was lief, kreuchte  und fleuchte  (oder auch stilllebte) mit seiner Kamera einfing.  Auf meine Frage, ob er denn mit seinem neuen Rennrad da sei, meinte er, das käme erst Montag …(Sollte er seiner Frau Christiane doch noch nicht gebeichtet haben, dass er Rad Nr. 5 in seine Sammlung aufgenommen hatte, als er eigentlich neulich nur  seine gerissene Fahrradkette reparieren lassen wollte…?).

Foto: Quentsch

Kurz vor meiner „Halbzeit“ traf ich auf Thomas Hotze-Müller, mit dem ich auch schon in Ahrensburg einen Teil der Strecke gelaufen war. Er erwog doch tatsächlich, so kurz vor Erreichen der Halbmarathondistanz aufzugeben. Nachdem er mir jedoch das attraktive Bonussystem seiner Krankenkasse erklärt hatte, konnte ich ihn doch dazu bewegen, seine Runden weiter zu ziehen und lieber die Bonuspunkte für die Marathondistanz einzusacken!

Inzwischen hatte  leichter Nieselregen eingesetzt, was die Strecke noch zusätzlich aufweichte und  Schuhe und Beinkleidung  eine einheitliche Schlammfarbe annehmen ließ. Als ich später mit René Wallesch über das Problem generell und das Aussehen seiner Laufhose im besonderen sprach, meinte er, darauf könne er bei seinem Tempo keine Rücksicht nehmen.(Meine sah also auch nicht viel besser aus, auch wenn ich viel langsamer bin!)  Als ich dann sah, dass ein Läufer das Rennen für sich entschieden hatte, der nur leicht bekleidet in kurzen Hosen gelaufen war, dachte ich, wäre vielleicht auch für René eine Alternative gewesen, erstens schneller ins Ziel weil kalt, zweitens eine  Hosenwäsche gespart!

Na, zurück zur Strecke. Natürlich musste ich auch ein Stückchen mit meinem Freund Helmuth, dem Ultrakanzler laufen, so konnten sich zwei Vereinsschreiberlinge mal wieder austauschen. Und dann machte ich auch noch die Bekanntschaft mit einem weiteren Clubautor für exotische Laufeisen, Dr. Abbi Henne, und auch wir fachsimpelten ein kurzes Stück des Weges.

Irgendwann hatte mich auch Werner Burmeister (mind.) einmal überrundet, diesmal war direkt auch noch etwas Luft zum kurzen Gruße da – und trotzdem klappte es mit der neuen Bestzeit! Nochmal Glückwunsch Werni! Und vergiss nicht, die Einladungen für Deinen 100. Rechtzeitig raus zu schicken! (Wunschort und –termin ist meiner Redaktion bekannt, bleibt aber vorerst noch unter uns, aber eigentlich bräuchten wir noch ein bisschen Werbung für den Lauf…

Kurze Plausche gab es noch mit einigen weiteren Läufern, andere  wiederum hatten keine Zeit oder Lust zum Grüßen -  naja, kommt ja auch darauf an, wozu man an den See kommt (manche sind ja nicht zum Spaß da!).  Aber der schnelle Michi Baß nahm sich denn doch kurz die Zeit, und obwohl er wieder mal später gekommen war (rote Welle, meinte er, als ich fragte, ob sein Rad nicht angesprungen sei..) und Zeit zum Klönen hatte, war er schon  nach weniger als 4 Stunden fertig!

Irgendwann fiel mir auf, dass ich doch so ziemlich alle der 8 Frauen, die gemeldet waren, hinter mir gelassen haben müsste (war mir aber nicht sicher), und so kam ich zu meiner letzten Runde. Ein Blick au f die Stoppuhr zeigte mir, dass ich mich ran halten müsste, wenn ich meine erst am 28.12. 08 in Öjendorf aufgestellte PB toppen wollte. Ich gab, was noch ging, aber es war denn doch nicht mehr genug, und so kam es, dass ich fast eine Punktlandung mit derselben Zeit gesetzt hätte. Doch da dachte ich an das Hahn/Weber-Spiel und  vertrat mir vor dem Ziel noch ein Minütchen die Beine. Da kam hinter mir mit Wilfried Böttjer ein sehr höflicher Läufer in die Zielgasse, der mich 10 m vor dem Ziel nicht mehr überholen wollte. Doch auf mein O.K. hin und die Bemerkung, dass ich noch einen Moment warten müsse, lief er denn doch vor mir über die Ziellinie – wohl hatte ich im Blick, dass sich keine Frau von hinten näherte… Und dann bestätigte sich bei Lothar am Verpflegungsstand auch mein Verdacht, dass ich mit 4.21:00 h doch tatsächlich die 1. Frau an diesem Tage war!

Um das Lauferlebnis in gewohnter Manier abzuschließen gab es dann noch das obligatorische, gemütliches Beisammenstehen unter den regennassen Pavillons  (erinnert mich irgendwie an das Schlussbild bei Asterix und Obelix…- das nur ohne Regen) mit noch mehr Leckereien und Gesprächen.

Nur eins fehlte mir an diesem Lauftag – nicht, dass ich es sehr vermisste: das zweite Stichwort des Laufes hieß „Schnee“! Doch der ließ noch bis zum nächsten Tag auf sich warten;  der Tag, an dem ich ein paar „Häuser“ weiter, bei Christian Hottas an den Teichwiesen (ein weiteres meiner „Lauf“-Wohnzimmer), mit vielen netten Laufkollegen (einige davon waren auch in Öjendorf)  meinen ersten Doppeldecker lief.

Wieder einmal vielen Dank an das Organisationsteam und alle Helfer!

11.2.09 22:55


8.2.09 22:14


M/U # 50 - Hamburg-Steinwerder - 10. Elbtunnel Marathon am 25.01.2009 - eigener Laufbericht

Noch ohne einen Marathon im neuen Jahr in den Beinen freute ich mich auf meine 3. Teilnahme im Alten Elbtunnel. Allerdings kam ich ab Mitte der Woche doch sehr ins Zweifeln, ob ich überhaupt starten könnte angesichts der – huch, wo kam s‘e bloß her? – plötzlich  in mir wütenden Erkältung mit Kopf- und Halsschmerzen. Hörte man doch gerade zur  Zeit wieder einige üble Nachrichten über verschleppte Infekte und Herzmuskelentzündungen [hierzu würde ich mich über Kommentare und Tipps, wie Ihr, liebe Leser, damit umgeht, freuen...].

Ich beschloss, die Sache auf mich zukommen zu lassen und plante auf jeden Fall die Fahrt nach HH, da ich ja versprochen hatte, einen Kuchen mitzubringen.

Also brach ich – durchs Backen leicht verspätet – Richtung HH/Steinwerder auf. Gut das frau Navi im Auto hat und auch nochmal am Vortag auf einem Falck-Plan Rat gesucht hatte… (Bei meinen letzten beiden Teilnahmen war ich nur Beifahrer bei Helmut Jung bzw. Arne Franck gewesen und hatte nicht sonderlich gut auf den Weg geachtet). Tja, und es kam wie es kommen musste, irgendwo „verfranzte“ ich mich hoffnungslos zwischen Walthershof und Finkenwerder (???) und die Tante im Kofferraum (Chantal Navigation)  wollte mich immer nach Altona lotsen… Die Navi zeigte inzwischen eine Ankunftszeit von 11.15 h an, was ich dann als Wink des Schicksals deutete, nicht laufen zu sollen… Doch noch gab ich nicht auf. Nach zwei vergeblichen Versuchen, nach dem Weg zu fragen (die wohl russische Busfahrerin eines HH-Stadtbusses hatte keinen blassen Schimmer, und auch ein weiterer, einsamer  Autofahrer meinte nur: auf jeden Fall müssen Sie über die Köhlbrandbrücke (na toll, das wusste ich schon, aber nicht,  wie  ich da  rauf kam!). Schließlich traf  ich auf eine Polizeistreife, die doch etwas ortskundiger war, und so kam der Kirschkuchen denn doch noch in guter Zeit, will heißen ca. 20 min. vor dem Start in der Röhre an. Blieb nur noch die Frage: laufen oder nicht laufen?

Da Doris Sagasser auch vorsichtig laufen wollte, (sie musste seit Mitte Dezember pausieren) beschlossen wir, einfach mal ganz gemütlich los zu laufen. Schließlich hatten wir uns ja auch lange nicht gesehen und, wie das halt so ist, auch genügend zu erzählen… Was ja auch gleich wieder auffiel, in jeder Runde rief uns ein „Kollege“ mit Trikot-Aufschrift „MTV Kronberg“ schon von hinten zu: „Ihr beide seid ja immer noch am Quasseln…“ (Mann, so kontrollieren wir doch unsere Geschwindigkeit!). Überhaupt hatte die ganze Atmosphäre etwas von der Rush-Hour in der Hamburger U-Bahn. Viele hasteten an uns vorbei, als müssten sie die letzte Bahn noch erwischen, während Doris und ich  uns doch eher auf einer Sight-Seeing-Tour  mit „Public-Viewing“ wähnten…

Doris (# 67) & Claudia (# 190)

Es gibt selbst in einem Tunnel wie dem Elbtunnel so viel  Interessantes und Amüsantes zu sehen und zu hören, keiner kann behaupten, dass diese Streckenrunde von nicht einmal einem Kilometer eintönig ist (außer, man hat den Tunnelblick!)! Um alle bemerkenswerten Vorfälle zu erwähnen bräuchte man erstens ein besseres Gedächtnis und vielleicht auch ein anderes Schreibformat, aber  einige möchte ich doch hier aufgreifen.

Da wäre zum Beispiel Helmut Braun, der eine sehr merkwürdige Schnur am Körper baumeln hatte (hoffte er auf Fische bei Wassereinbruch?). Auf meine Rückfrage meinte er aber, das sei sein Campingcomputer [Korrektur des Blogmasters: gemeint war ein "Tampencomputer"! Helmut ist nämlich nicht nur Psychiater, sondern auch Segler!], mit dem er die Runden zählte… 

Michael Nielsen aus DK, der ebenfalls am Zweifeln war, ob das denn mit dem Rundenzählen klappen würde , war sich mit mir einig, dass wir einfach laufen müssten,  Enno würde uns schon sagen, wenn es Zeit wäre aufzuhören. Wobei wir dann meinten, gesetzt den Fall, wir würden die  6-Stunden-Grenze überschreiten, sollten wir das als Zeichen dafür nehmen, dass wir zu weit gelaufen wären.

Fische sahen wir zwar keine im Tunnel, dafür hoppelte doch tatsächlich ein rosa Kaninchen den Gang rauf und runter begleitet von einer ebenfalls rosa gekleideten Läuferin (Team Barbie & Ken?) – ja war denn schon Ostern, oder machte sich der Hase jetzt schon fit für die Saison?

Anfangs war da auch noch Redakteur Arne, der fleißig fotografierte und meinte, ob ich einen Bericht schreiben würde, dann könnte er die Bilder dazu liefern, doch irgendwann entfleuchte er dann, um seine Runden in der Holstentherme  - also nicht unterm sonder im Wasser – zu drehen bevor eine verstärkte Kalorienaufnahme beim 75. Geburtstag von seinem Papa auf dem Programm stand.

Immer noch Doris & Claudia

Ein Läufer sprach mich beim Überholen an, er läse immer meine Berichte. So sah er die „rasende“ (shut up,  Arne!)  Reporterin Karla Kolumna mal in Action!

Unermüdlich moderierte Enno  in der Weströhre und  unterhielt die Zuschauer, die  mitunter zwar sehr verfroren aussahen aber dennoch ´in gewohnter Weise super durchgehalten und motiviert haben!  In der Oströhre hielt ein Spitzenteam u.a. mit Gunla und Sonya  die Stellung und umsorgte alle Läufer mit vielen Köstlichkeiten  in flüssiger und fester Form. Fast hatte man ein schlechtes Gewissen, wenn man mal nicht zugegriffen hatte!

Ein sehr ungewöhnliches Erlebnis für mich war auch, dass ich Ole Sporleder, den ich sonst eigentlich immer nur vorbei fliegen sehe, zwei oder drei Runden abnehmen konnte (von den vielen, die er mir voraus hatte), da er auf Grund von orthopädischen Problemen tatsächlich ging und nicht lief! So konnte man doch wenigstens mal ein paar Worte wechseln !

Etwas wortkarg war Werni Burmeister – die Erklärung lieferte mir sein Ergebnis – 3:46 h – super, Werner, da war wohl keine Zeit zum Schnacken!

Zurück zu meinem Lauf. Irgendwann hatten Doris und ich uns dann doch soweit alles erzählt und so lief jede für sich. Ich schmiss meinen I-Pod an und stellte fest, dass ich nunmehr vielleicht doch mal die Weihnachtslieder aus der “Playlist“ nehmen sollte… und zog recht gleichmäßig meine Runden.

Und irgendwann schlug dann auch für mich die Stunde: Enno läutete meine letzte Runde ein, die um so schöner endete, als mein Sohnemann Nick (5) mich auf den letzten 50 Metern ins Ziel begleitete. (Falls jemand das zufällig fotografiert haben sollte, würde ich mich sehr freuen!).

Und mit 4:35:54 h hatte ich dann doch noch mein „kleines Dienstjubiläum“, sprich: meinen 50. Marathon „im Kasten“ – und sogar mit der weitaus besten Zeit für mich bisher im Elbtunnel!

Im Ziel erfuhr ich dann kurz darauf, dass auch Christine Schröder ihren 50. Marathon gelaufen war (nochmals herzlichen Glückwunsch, Christine!), so hatten wir doch wenigstens gemeinsam schon mal die 100 geschafft!

Natürlich stand jetzt noch eine Stärkung bei Rita, Lothar und ihrem Team auf der Liste - hier gab es leckere Erbsensuppe, Würstchen, Kuchen, und vieles mehr  - und noch ein gemütliches Weilchen mit dem einen oder anderen Schwätzchen (übrigens auch mit einer Läuferin aus dem Badensischen, die  extra wegen dem Elbtunnel-Marathon gekommen war und noch mit der Bahn nach Offenburg zurück musste).

Mit 3 Urkunden (von insgesamt 3 Läufen), Medaille, T-Shirt (Größe S noch riesig!!!) sowie einem ratzeputz leeren Backblech trat ich dann die Heimfahrt an.

Unbedingt noch erwähnenswert: eine traumhafte Abendstimmung über dem Hafenbereich und ein umwerfender Blick von der Köhlbrandbrücke (war mir im morgendlichen Stress entgangen), was den schönen Lauftag  perfekt abrundete!

Vielen Dank den Organisatoren und allen Helfern!

27.1.09 19:38


M/U # 50 - Hamburg-Steinwerder - 10. Elbtunnel Marathon am 25.01.2009

4:35:54 h - 25. Frau - 4. W45 - 5-7 °C

Mein 50. Marathon/Ultramarathon! Und meine drittbeste Marathonzeit!

Link zum Wikipedia-Artikel "Alter Elbtunnel":

http://de.wikipedia.org/wiki/Alter_Elbtunnel

Link zum Wikipedia-Artikel "Elbtunnel-Marathon":

http://de.wikipedia.org/wiki/Elbtunnel-Marathon

Link zur Ergebnisliste:

http://www.baer-service.de/history.php?page=&jahr=2009

Link zum Fotobericht des Veranstalters:

http://www.100mc.de/bericht.html?&tx_ttnews[tt_news]=597&cHash=d6474cb0ad

Link zum Laufbericht von Christian Hottas:

folgt

Link zum Foto-/Laufbericht von Tor Rønnow:

http://www.temperance.dk/blog/stories/Elbtunnel_2009.htm

26.1.09 21:26


Ahrensburg - 31. Lümmellauf (20 km) am 18.01.2009 - eigener Laufbericht

Nach doch einigen Marathons zum Jahresausklang 2008 zog es mich im Januar 2009 bisher lediglich auf eine „Kurzstrecke“, nämlich dem Ahrensburger Lümmellauf, der auf den Distanzen 5, 10 und 20 km (korrekt: 5300, 9700 und 19300 m plus 2 Schülerläufe über 1000 und 1800 m) ausgetragen wird. Ein Fitnesskollege von mir, Andreas, hatte gemeint: „Der Lauf wäre doch was für dich, Claudia!“ Andreas ist Polizist in Kaltenkirchen und war mit einigen Kollegen zu dem Lauf gemeldet. Die Läufer der Dienststelle trainierten auch auf diesen Lauf.

Noch am Samstag sah ich sehr skeptisch auf die Wetterkarte:  Sturm und Regen waren für den Sonntag gemeldet. Als ich morgens aus dem Fenster schaute, stellte ich jedoch fest, dass die Sonne schien, und auch der Wind war kaum erwähnenswert. Also machte ich mich startklar und wurde kurz nach 9.00 h von meiner netten Fahrgemeinschaft bestehend aus Anke, unserer Fahrerin, Volker, dem „Dienststellenlauftreffleiter“ und Andreas abgeholt. – Claudia unter Polizeischutz, was sollte da noch schief gehen!

An den Teichwiesen vorbei – ich hielt nach den Sonntagsläufern dort Ausschau, konnte jedoch keinen erblicken – kamen wir in guter Zeit in Ahrensburg am Hagen an, wo schon sehr reges Treiben herrschte, da ja alle kürzeren Distanzen vor unserer, also der 20 km Distanz gestartet waren. Von der Parkplatzsuche über die Startnummernausgabe und den Umkleiden lief alles problemlos, so dass wir gut Zeit hatten, rechtzeitig unsere Startplätze einzunehmen. Das Teilnehmerfeld umfasste ca. 300 Läufer (291 Finisher laut Ergebnisliste).

Claudia (rechts) unter Polizeischutz mit Anke, Andreas und Volker (v.l.)

Ohne große Vorwarnung wurde gestartet, und die „Meute“ stob davon.  Ich lief zunächst mit Andreas, der deutlich unter 2 Stunden bleiben wollte; ich hatte mir als Ziel einfach „Sub-2“ vorgenommen. Das Tempo war recht zügig, und obwohl ich mich wohl fühlte, dachte ich, dass ich vielleicht doch etwas zu schnell für 20 km unterwegs sein könnte. Na, schau mer mal, wie sich die Sache entwickelt, dachte ich.

Die Strecke führte uns am Ortsrand entlang in ein Waldstück. Als die erste Hütte am Wegrand auftauchte, dachten wir an einen Einkehrschwung bei Glühwein und Jagertee, aber die Hütte lag verlassen, das hieß non stopp, weiter.  Wir liefen über Waldwege und kurze Asphaltabschnitte ins Moor, über das ein langer Holzsteg führte. Wir waren vorher gewarnt worden, dass es dort „schmierseifenartig“ glatt sei, aber unsere Vorläufer hatten wohl einen großen Teil der Schmierseife bereits abgetragen, so dass es sich ganz gut laufen ließ. Nach dem Steg kam wieder ein sehr schönes, langes Stück durch den Wald, das aber doch den Status Crossstrecke verdient hat aufgrund vieler Wurzeln, einem quer über den Weg liegenden Baum sowie unzähliger Stolpersteine. Konzentration war auf jeden Fall sehr angebracht. Ca. zwischen km 7 und 8 ließ ich Andreas dann ziehen und gönnte mir, eine recht ordentliche Steigung hoch zu gehen.

Nach einem weiteren Kilometer (ca.) kam DER Verpflegungsstand (ich hatte doch mit einem weiteren gerechnet), und es gab Tee, Wasser und Bananen. Ich entschied mich  für zwei Becher Tee und suchte nach einem  Hinweis, wie viele Kilometer jetzt gelaufen waren, fand aber nichts. Dafür kam ich ins Gespräch mit einer Läuferin, die neben mir lief – Martine, eine Französin, die in Hamburg lebt.  Statt richtig Gas zu geben beim Laufen, stürzten wir uns in ein Gespräch auf französisch und deutsch, erfuhren dann von einer weiteren Mitstreiterin, Steffi, dass wir bereits bei km 10,7 km seien. Kurz darauf liefen zu Thomas Hotze-Müller vom 100 MC auf.  Munter „ratschend“ ging es so über die zweite Runde. Irgendwann bei einer „Fotosession“ mit Martine und Thomas liefen plötzlich Anke und Volker, die doch den Lauf von hinten sichern sollten auf und an uns vorbei… Jetzt hieß es aber doch noch mal Gas geben und den I-Pod einschalten! Jeder lief so den Rest der Strecke für sich.

Thomas Hotze-Müller und Claudia

Frauen-Power aus Marseille: Martine (2358) mit Thomas

Nach  1:46:52 h lief ich ins Ziel – und wie ich erfuhr, taten dies ebenso mit anderen Sekundenangaben  Anke, Volker, Thomas und Martine. Andreas hatte bereits nach 1:40 h fertig.

Irgendwann auf der zweiten Runde hatte übrigens der gemeldete Regen in Form von leichtem Niesel eingesetzt, und – welch perfektes Timing! – nach dem Zieleinlauf fing es dann an, so richtig fies zu werden mit Regen, Wind und klammer Kälte. Doch das ließ sich nach einer warmen Dusche in der Schule und dem wohlverdienten Lümmel (der leckeren Ahrensburger Bockwurst)  gut aushalten.

Alles in allem ein sehr schöner Lauf (der laut Volker und Thomas  in vorangegangenen Jahren eigentlich immer viel widrigere Wetterbedingungen geboten hatte), eine prima Organisation, gute Verpflegung (bis auf das Wasser, das im Ziel ausgegangen war)  - Teilnahme  empfehlenswert.

Übrigens hatte ich in den Start/- bzw. Finisherlisten für den 10-km-Lauf auch Erika Köhn und Ihren Bruder Peter Kellermann gesichtet, aber leider nicht vor Ort getroffen.

20.1.09 22:15


Hamburg (Öjendorfer Park) - Peter Wieneke Marathon am 28.12.2008 - eigener Laufbericht

Nach bereits zwei Läufen seit letzten Sonntag (Brocken in Berlin und Teichwiesen) sollte der Geburtstagsmarathon von Peter, der mir schon letztes Jahr sehr gut gefallen hat, meine Marathonläufe im Jahr 2008 beschließen.

Bei klarem, kalten Wetter startete ich etwas später als sonst in Fahrgemeinschaft mit Arne üblich, aber dafür auch mit frisch gebackenem Butterkuchen Richtung Öjendorf. Da die Straßen sonntags früh gegen 8.00 h noch frei sind und man sogar in Hamburg mal eine „grüne Welle“ haben kann, kam ich trotzdem in noch sehr guter Zeit am See an, wo natürlich schon reges Treiben herrschte.

Wie immer gab es ein großes Hallo, da ja viele Mitglieder der großen Marathonfamilie ebenfalls Peters Geburtstag zum Anlass nahmen, u.a. auch ihren über Weihnachten gesammelten Kalorien bzw. Grämmchen und Pfunden (oder doch auch Kilos?) zu Leibe zu rücken.

Etwas müde schaute ja der eine oder andere Däne aus der Wäsche – wie ich erfuhr, waren einige der vielen dänischen Teilnehmer, wie z B. Michael Nielsen , nicht nur am Vortag einen Marathon in Kiel gelaufen sondern hatten auch bei Peter dessen Geburtstag schon mal „eingeläutet“. (Wie sagte Michael auf der Strecke: Man merkt halt doch, dass man alt wird… ??!!)

Mit leichter Verspätung, ein paar Minuten nach 9.00 h startete Lothar den Lauf nach einem Geburtstagsgruß an Peter sowie den üblichen Lauf-Infos.  Also ging es los, in den herrlichen Wintermorgen hinein. Schnell hatte ich in Frank Berka, Peter Genz und einigen weiteren Läufern, deren Namen ich leider nicht kenne,  die erste gesellige Runde, deren bereits von Frank kommentierter Humor die ersten paar Runden schon mal ganz schön Tempo aufkommen ließen (keine Angst meine Herren, die geäußerten Sollgewichte bleiben geheim!). Lediglich ein Auszug aus einem Gespräch – anonym gehalten – sei hier erwähnt: Läufer A: „Mann, wenn ich 100 kg habe, höre ich auf!“ Läufer B: „Mit dem Fressen oder mit dem Laufen?“

Na,  nach diesen Aufwärmrunden  dachte ich, es sei an der Zeit, meinen eigenen Rhythmus zu finden, da ich meiner Meinung nach schon etwas zu schnell unterwegs war, und vor allem wollte ich auch  meine „neue Musik“, die ich mir  selbst fürs Laufen zu Weihnachten geschenkt und auf meinen I-Pod aufgespielt hatte, „ausprobieren“ und genießen.

Es war ein wunderschöner Lauf um den winterlichen See, über dem meist unter einem tiefblauen Himmel die Sonne strahlte. Eigentlich bedürfte es keiner Worte, wenn man einige Fotos gemacht hätte, tolle Blickfänge  fanden sich alle paar Meter – aber wer sollte da noch seine Bestzeit laufen…!

Natürlich waren wir 80 Läufer nicht ganz unter uns, denn dass Traumwetter lockte auch viele Spaziergänger, Hundeausführer, Walker, Jogger – und sogar  (wie bereits von Arne berichtet) LAMAS  (!) auf die Öjendorfer Promenade, was besonders in den letzten Runden einiges an Ausweichmanövern, netten Zurufen und freundlichem Grüßen forderte.

Enno  bewirkte mit seiner Schocktherapie noch einen Adrenalinstoß, der mich kurzzeitig  noch etwas schneller werden ließ , und ein weiterer Läufer – ich meine, es dürfte Wolfgang Kieselbach gewesen sein – er hat sich nicht vorgestellt – zog mich (bzw. zog ich ihn teilweise) über einige Runden, und fragte mich ein paar Mal, in welcher Runde ich denn sei, was mich fast noch verunsichert hat, ich konnte ihn aber schließlich doch von meiner Version überzeugen, und er lief noch eine Runde mehr, als er auf dem Plan gehabt hatte. Schade, dass Thomas Hotze-Müller plötzlich aufgab, denn auch er pirschte in einigen Runden an mir vorbei, um aber dann nach dem Verpflegungspunkt doch wieder hinter mir aufzutauchen. Und schließlich war ich überrascht, dass Frank, der in irgendeiner Runde zügig an mir vorbei zog und etwas von „Zwischenhoch“ rief, doch erst 5 min. nach mir ins Ziel kam – er hatte sich wohl ein kleines Päuschen auf einem Häuschen mit Herz gegönnt…

Dass ich eine ganz gute Zeit hinkriegen würde, war mir eigentlich schon am Start klar, da ich  auf meiner Lieblingsstrecke eigentlich immer (bitte alle weg hören, die unter 4 Std. laufen) gute Zeiten laufe – erst im November hatte ich meine PB dort um 6 min. verbessert. Doch als ich dann nach der Hälfte der Strecke (plus Auftaktstück) bei 2.10 h lag, dachte ich: „Hola, Claudia, das könnte die 4.30er Schallmauer ja mal zum Einstürzen bringen!“  Also nahm ich meine müden Beine in die Hand (man stelle sich vor), sog die gute Stimmung ein und lief auf meinen persönlichen Sieg – es wurde die phänomenale Endzeit von 4:20:15 h!!!

Also jetzt musste sich die Sonne schon anstrengen, um mein Strahlen im Ziel zu überbieten! Ich fühlte mich ca. 2,50  m groß (jetzt immerhin noch 2 m) und war/bin überglücklich, dass ich mit diesem Abschlusslauf für das „alte“ Jahr meine Bestmarke nochmals um 12 min. verbessern konnte!

Schöner Ausklang des Laufes waren wie immer die netten Gespräche mit vielen netten Leuten bei bester Verköstigung  (u.a. bei einem Schluck Bier mit Werner, der ja seinen 62. zu Peters 62. lief – viel Glück für den 63. am 30. in Berlin!) durch Rita und ihr Team – vielen Dank!

Allen an dieser Stelle einen guten Rutsch und ein gesundes, verletzungsfreies sowie glückliches Jahr 2009!

30.12.08 19:20


28.12.08 22:34


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung